Staatsanwaltschaft Münster ermittelt gegen Beerbaum

Stand: 27.01.2022, 13:33 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Münster hat offiziell ein Ermittungsverfahren gegen den Springreiter Ludger Beerbaum aus Riesenbeck eingeleitet. Ein Sprecher teilte mit, es handele sich bisher nur um einen Anfangsverdacht.

Dem viermaligen Olympiasieger werden unerlaubte Trainingsmethoden auf seiner Reitanlage vorgeworfen. Springreiter Ludger Beerbaum hat gelassen auf die Einleitung des Ermittlungsverfahrens reagiert. "Dies ist ein normaler Vorgang und entspricht nicht der Einleitung einer staatsanwaltschaftlichen Ermittlung", heißt es in einer Mitteilung des 58-Jährigen am Donnerstag (27.01.2021).

Heimlich gedrehte Videoaufnahmen

Auf heimlich gedrehten Videoaufnahmen soll zu sehen sein, wie einem Pferd gegen die Beine geschlagen wird. Die Tierschutzorganisation Peta hatte gegen den viermaligen Olympiasieger auf Grundlage eines Beitrag in der Sendung "RTL Extra" Anzeige erstattet. In dem Beitrag war Beerbaum vorgeworfen worden, die verbotene Trainingsmethode des Barrens bei seinen Springpferden angewandt zu haben.

Beerbaum hatte schon vor zwei Wochen kurz nach Ausstrahlung des Beitrags die Anschuldigungen zurückgewiesen und geschrieben: "Der Beitrag von "RTL extra" ist in vielen Punkten nachweislich falsch, verleumderisch und ehrverletzend."

Der Springreiter hat nach eigenen Angaben nach der Sichtung der ungepixelten Videos eine Stellungnahme an die Deutsche Reiterliche Vereinigung geschickt. Er sei zuversichtlich, dass sich der Verband nach Überprüfung dieser Ausführungen seiner Meinung anschließe, es handele sich bei den Aufnahmen um regelkonformes Touchieren, das eine zulässige Ausbildungsmethode darstelle.