Wegweiserschild zum Wahllokal

Ticker von Donnerstag (05.05.2022) zum Nachlesen

Stand: 05.05.2022, 21:10 Uhr

  • Masken-Empfehlung im Wahllokal
  • Omikron-Impstoffe sollen bis September zugelassen werden
  • Inzidenz sinkt weiter
  • Lockdowns in China belasten europäische Firmen schwer
  • US-Studie zu Omikron-Variante
  • Gauck positiv getestet
  • Alle Entwicklungen hier im Corona-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Keine Pflicht, aber Masken-Empfehlung im Wahllokal

Wer seine Stimme für die Landtagswahl am 15. Mai persönlich abgeben will, muss in den Wahlräumen keine Corona-Schutzmaske tragen. Empfohlen wird es aber. "Mit dem Aufsetzen einer Maske können wir unsere eigene Gesundheit schützen und zugleich zum Infektionsschutz der ehrenamtlichen Wahlvorstandsmitglieder, die am Wahltag viele Stunden im Dienste der Demokratie vor Ort sind, beitragen", erklärte Landeswahlleiter Wolfgang Schellen heute in Düsseldorf. "Gänzlich auf Nummer sichergeht, wer seinen eigenen Stift zur Ausfüllung des Stimmzettels mitbringt."

Ansonsten kümmerten sich auch die Kommunen um Hygiene-Vorkehrungen, etwa durch Trennwände, Lüften, markierte Laufwege, Mindest-Abstände und Desinfektionsmaßnahmen. "Wer die Wahl nicht über einen längeren Zeitraum beobachten möchte, sollte sich nur so lange wie nötig im Wahlraum aufhalten", empfahl der Landeswahlleiter. Er appellierte an alle Bürger, sich jedenfalls nicht von Infektionsschutzmaßnahmen vom Gang ins Wahllokal abhalten zu halten, sondern ihre Stimme abzugeben.

21.10 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist in der vergangenen Woche im Vergleich zu der davor weiter gesunken – nämlich um 19 Prozent. Das geht aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Auch die Zahl von auf einer Intensivstation behandelten Personen mit Covid-19-Diagnose sei weiter gesunken, die Zahl der Todesfälle habe ebenso abgenommen.

"Der Infektionsdruck bleibt trotzdem mit knapp 600.000 innerhalb der letzten Woche an das RKI übermittelten Covid-19-Fällen weiterhin hoch", mahnen die Experten. Die Impfung habe nach wie vor mit ihrer starken Schutzwirkung gegen schwere Verläufe eine große Bedeutung.

20.15 Uhr: Omikron-Subvariante BA.2 legt noch zu, andere Varianten weiterhin selten

Die schon seit Wochen in Deutschland stark dominierende Omikron-Subvariante BA.2 hat nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zuletzt noch einmal zugelegt. Ihr Anteil habe nach jüngsten Erkenntnissen - einer Stichprobe von vorletzter Woche – knapp 98 Prozent betragen, wie im RKI-Wochenbericht von heute Abend ausgewiesen ist.

Der zuvor für die meisten Corona-Ansteckungen verantwortliche Subtyp BA.1 liegt demnach nur noch bei unter zwei Prozent, die relativ neu aufgekommenen Omikron-Sublinien BA.4 und BA.5 spielen nach den Daten bisher eine untergeordnete Rolle. So wird BA.4 mit einem Anteil von 0,1 Prozent gelistet, BA.5 mit 0,3 Prozent.

15.49 Uhr: Omikron-Impfstoffe sollen bis September zugelassen werden

Impfstoffe gegen die hoch ansteckende Omikron-Variante des Corona-Virus könnten nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA spätestens Ende September eine Zulassung erhalten. Die größten Chancen bestünden für angepasste mRNA-Impfstoffe der Unternehmen Moderna und Biontech, sagte der EMA-Direktor für Impfstrategie Marco Cavaleri heute in Amsterdam. Die erforderlichen klinischen Studien seien im Gange.

Die EMA prüfe auch Präparate anderer Hersteller. Es sei aber "kein Geheimnis", dass die Anpassungen von mRNA-Impfstoffen an Omikron bereits recht weit fortgeschritten seien. Cavaleri appellierte zugleich, sich noch vor dem Herbst/Winter impfen zu lassen. Nur 50 Prozent der Europäer seien vollständig geimpft und geboostert, 15 Prozent der über 18-Jährigen hätten noch gar keine Impfung erhalten.

15.12 Uhr: FDP-Fraktionschef Dürr für Ende der Corona-Einreiseregeln

FDP-Fraktionschef Christian Dürr hat sich für ein Ende der Corona-Regeln bei Einreisen nach Deutschland ausgesprochen. Nachdem Vorgaben bundesweit abgeschafft seien, "sollten nun auch die strengen Einreisebestimmungen auslaufen", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er halte etwa die 3G-Regel bei Ankunft für "wenig sinnvoll", schließlich dürfe man sich danach ohne Nachweispflicht frei durchs Land bewegen. Sollte aber "außerhalb von Deutschland eine gefährliche Virusvariante auftreten, sind wir jederzeit in der Lage, für die Einreise aus bestimmten Ländern neue Regeln zu verhängen".

Die Bundesregierung hatte die Regeln für Urlaubsrückkehrer und andere Einreisende kürzlich bis 31. Mai verlängert. Damit müssen weiterhin alle ab zwölf Jahren bei der Einreise über einen 3G-Nachweis als geimpft, genesen oder getestet verfügen. Die Verordnung sieht darüber hinaus für Rückkehrer aus Hochrisiko- oder Virusvariantengebieten weiterhin Quarantänepflichten vor.

14.51 Uhr: Mehr antisemitische Verschwörungsmythen in Pandemie

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben nach Worten der NRW-Antisemitismusbeauftragten antisemitische Vorfälle zugenommen. So sei im vergangenen Jahr eine "Konjunktur von antisemitischen Verschwörungsmythen" festzustellen gewesen, sagte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger heute in Düsseldorf. Zudem böten im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt Jahrestage wie der Al-Quds-Tag oder der Nakba-Tag Anlässe für antisemitische Vorfälle.

Laut der ehemaligen Bundesjustizministerin wurden 2021 bundesweit 3.028 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund erfasst, davon 437 in NRW. Weitaus größer sei die Zahl der Taten, die nicht angezeigt werden oder strafrechtlich nicht relevant sind, hieß es. Dazu hat die Landesregierung die zentrale Meldestelle gegen Antisemitismus eingerichtet. Sie soll Vorfälle unterhalb der Strafbarkeitsgrenze erfassen, um ein genaueres Bild zu erlauben. Zur Erhellung des Dunkelfelds dient auch eine wissenschaftliche Studie, die dieses Jahr anläuft.

14.35 Uhr: WHO: Fast 15 Millionen Menschen wegen Corona-Pandemie gestorben

Das WHO-Logo vor einer hölzernen Wand.

Die Corona-Pandemie hat nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2020 und 2021 weltweit etwa 14,9 Millionen Menschen das Leben gekostet. Die Zahl umfasst sowohl verstorbene Corona-Infizierte als auch Menschen mit anderen Krankheiten oder Verletzungen, die wegen der Überlastung der Gesundheitssysteme nicht rechtzeitig behandelt werden konnten, wie die WHO heute in Genf berichtete.

Unter den Corona-Infizierten liegt die Todeszahl gemäß Meldungen der WHO-Mitgliedsländer weltweit jetzt bei etwas mehr als 6,2 Millionen. Die WHO fordert mehr Investitionen ins Gesundheitswesen, damit künftig lebensnotwendige Behandlungen in Krisenzeiten wie einer Pandemie nicht aufgeschoben werden müssen.

13.30 Uhr: Wie bekomme ich vom Fitnessstudio Geld zurück?

Fitnessstudios, die coronabedingt geschlossen waren, müssen ihren Kundinnen und Kunden die Beiträge zurückzahlen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Was das konkret bedeutet, erklärt unser Beitrag.

12.32 Uhr: Geschäft im Gastgewerbe zieht an

Kölner Kneipen

Nach dem Wegfall der Corona-Beschränkungen zieht die Nachfrage in Hotels, Pensionen, Gaststätten und Co. deutlich an, zeigt eine Umfrage. Im April verringerte sich das Umsatzminus im Vergleich zum Vorkrisenniveau deutlich, wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) am Donnerstag berichtete. Zudem beurteilten 43,2 Prozent der Betriebe das Ostergeschäft als gut bis sehr gut, 33,2 Prozent zeigten sich zufrieden. "Im Gastgewerbe wächst die Zuversicht", sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick. "Die Streichung der Corona-Maßnahmen sorgt für Aufbruchsstimmung bei Gastgebern wie Gästen."

12.13 Uhr: EU-Firmen prüfen wegen Corona-Auflagen Alternativen zu China

Europäische Unternehmen in China schauen sich wegen der strengen Corona-Auflagen nach alternativen Standorten um. Fast ein Viertel der Befragten erwäge, laufende oder geplante Investitionen aus China zu verlagern, so das Ergebnis einer Umfrage der europäischen Handelskammer unter ihren Mitgliedsunternehmen. Das sind doppelt so viele wie zu Beginn des Jahres. Darüber hinaus gaben 92 Prozent der befragten Unternehmen an, dass ihr Geschäft von Hafenschließungen, dem Rückgang des Straßengüterverkehrs und den steigenden Seefrachtkosten negativ betroffen sind.

"Unsere Mitglieder trotzen dem Sturm vorerst, aber wenn die derzeitige Situation anhält, werden sie zunehmend Alternativen zu China in Betracht ziehen", sagte der Präsident der Kammer, Jorg Wuttke. An der Umfrage beteiligten sich den Angaben zufolge 372 Firmen.

11.00 Uhr: Anteil der Erwerbstätigen im Homeoffice hat in NRW deutlich zugelegt

Die Zahl der Erwerbstätigen, die in NRW im Homeoffice arbeiten, ist vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie deutlich gestiegen. Wie das Statistische Landesamt auf Basis des Mikrozensus mitteilte, arbeitete im vergangenen Jahr knapp ein Viertel (24,9 Prozent) der Erwerbstätigen im Land zumindest tageweise von zu Hause aus. 2019 waren es noch 11,6 Prozent gewesen.

Besonders hoch war der Anteil der im Homeoffice Beschäftigten bei den erwerbstätigen Müttern mit Kindern, erklärte das Landesamt. Im Jahr 2021 arbeiteten in NRW 28,7 Prozent der insgesamt 1,1 Millionen Mütter mit Kindern zumindest zeitweise von zu Hause aus. Zwei Jahre zuvor hatte der Anteil noch bei 13,1 Prozent gelegen.

10.40 Uhr: Tschechien beendet epidemische Notlage

Tschechien hat die epidemische Notlage wegen der Pandemie beendet. Die letzten verbliebenen Maßnahmen wie die Maskenpflicht in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen gelten seit Donnerstag an nicht mehr. "Die Inzidenz fällt und fällt", sagte Gesundheitsminister Vlastimil Valek in Prag. Innerhalb von sieben Tagen gab es nach aktuellen Zahlen 77 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Die Krankenkassen bezahlen nun PCR-Tests nur noch dann, wenn sie von einem Arzt verordnet werden.

Seit Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als zwei Jahren starben in Tschechien nach offiziellen Angaben 40.194 Menschen im Zusammenhang mit einer Infektion. Der EU-Mitgliedstaat hat rund 10,5 Millionen Einwohner.

9.25 Uhr: Millionen Menschen in Peking zum Homeoffice aufgefordert

In der chinesischen Hauptstadt Peking sind nach landesweiten Ferien und einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen Millionen Menschen zur Arbeit zurückgekehrt. Viele arbeiteten im Homeoffice, nachdem die städtischen Behörden am Mittwoch rund ein Fünftel der U-Bahn-Stationen geschlossen und die Bewohner im bevölkerungsreichsten Stadtbezirk Chaoyang aufgefordert hatten, zu Hause zu bleiben. Aus der 21-Millionen-Einwohner-Stadt Peking wurden am Donnerstag nur 50 Neuinfektionen gemeldet. 

Arbeitnehmer, die nicht von zu Hause aus arbeiten können, wurden aufgerufen, mit privaten Verkehrsmitteln zu fahren und Menschenansammlungen zu meiden. Auch die Behörden des Stadtbezirks Tongzhou riefen die Bewohner zur Arbeit von zu Hause aus auf.

9.03 Uhr: Lockdowns in China belasten europäische Firmen schwer

Die strengen Corona-Lockdowns in China belasten die Geschäfte europäischer Firmen in der Volksrepublik schwer. In einer Umfrage der Europäischen Handelskammer in Peking gaben 75 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sich die strengen Eindämmungsmaßnahmen negativ auf ihren Betrieb auswirken. Fast 60 Prozent der Firmen erklärten zudem, dass sie ihre Umsatzprognose in China für das laufende Jahr reduziert haben.

Die Unternehmen beklagten vor allem Probleme im Bereich der Logistik, Lagerhaltung und bei Lieferketten. Auch sei es schwierig, Geschäftsreisen zu planen oder überhaupt noch persönliche Treffen durchzuführen. Auch auf Rohstoffe oder Komponenten könne man nicht immer leicht zugreifen. Zudem erweise sich die Auslieferung fertiger Produkte innerhalb Chinas als schwierig.

7.19 Uhr: Auslandsinvestitionen in Deutschland fast wieder auf Vor-Corona-Niveau

Deutschland hat den Corona-bedingten Einbruch bei ausländischen Direktinvestitionen im zweiten Pandemiejahr weitgehend wieder aufgeholt. 2021 wuchs die Zahl der Investitionsprojekte um sieben Prozent, wie aus einer Auswertung der bundeseigenen Wirtschaftsfördergesellschaft Germany Trade & Invest (GTAI) hervorgeht.

Demnach siedelten sich insgesamt 1.806 ausländische Unternehmen in Deutschland an oder haben ihre Standorte ausgebaut. 2020 hatte es Corona-bedingt noch einen Einbruch von neun Prozent auf 1684 Projekte gegeben. "Das Vor-Corona-Niveau wurde noch nicht ganz wieder erreicht, aber wir sind auf dem Weg dahin", sagte GTAI-Geschäftsführer Robert Hermann der Nachrichtenagentur Reuters.

6.05 Uhr: Omikron laut Studie so gefährlich wie vorherige Varianten

Die Omikron-Variante ist einer Studie zufolge genauso gefährlich wie vorherige Mutanten des Corona-Virus. "Wir haben festgestellt, dass die Risiken für Krankenhausaufenthalte und Sterblichkeit nahezu identisch waren", erklären vier an der US-Studie beteiligte Wissenschaftler des Massachusetts General Hospital, der Minerva University und der Harvard Medical School.

Die Analyse basiert auf Aufzeichnungen von 130.000 Covid-19-Patienten in den vergangenen zwei Jahren in verschiedenen Ländern.

5.45 Uhr: Inzidenz sinkt auf 566,8

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 96.167 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 33.937 Fälle weniger als am Donnerstag vergangener Woche, als 130.104 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 566,8 von 591,8 am Vortag. 183 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

In NRW liegt die Inzidenz bei 519,2. Hier wurden 19.388 Neuinfektionen und 42 Todesfälle gemeldet.

5.30 Uhr: Alt-Bundespräsident Gauck positiv getestet

Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte das Büro des 82-jährigen am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Demnach hat Gauck Erkältungssymptome, befindet sich aber schon auf dem Weg der Besserung. Seine Termine für die nächsten Tage wurden abgesagt. Gauck wurde am Montag positiv getestet. Der evangelische Theologe und frühere DDR-Oppositionelle war von März 2012 bis März 2017 Bundespräsident.