Eine junge Frau sitzt auf einem Tisch und schaut aus dem Fenster.

Isolation, Quarantäne, Freitesten: Welche Regeln gelten jetzt in NRW?

Stand: 30.11.2022, 06:52 Uhr

Wir beantworten Ihre Fragen zu Corona. Hier: Isolation, Quarantäne, Freitesten: Welche Regeln gelten jetzt in NRW?

Für Corona-Infizierte gibt die Landesregierung NRW genaue Verhaltensregeln vor. Wer wie lange in Isolation muss, das steht in der landesweit gültigen Corona-Test-und-Quarantäne-Verordnung. Hier gibt es einen Überblick über die seit 30. November geltenden Regeln zu Isolation, Quarantäne und Freitesten.

Muss ich schon nach einem positiven Selbsttest in Isolation?

Nein, offiziell muss man dann noch nicht in Isolation. Aber: Nach einem positiven Selbsttest ist man zu einem Kontrolltest "verpflichtet". So steht es in der Corona-Test-und-Quarantäne-Verordnung für NRW. Der Kontrolltest kann sowohl ein PCR-Test als auch ein offizieller Schnelltest (aus einer Teststelle) sein. Bis das Ergebnis vorliegt, muss man sich "absondern".

Konkret heißt es dazu in der Verordung: Bis man nach einem positiven Selbsttest das Ergebnis des Kontrolltests hat, muss man sich "bestmöglich absondern, unmittelbare Kontakte zu anderen Personen, die nicht zwingend erforderlich sind, vermeiden und die Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen strikt einhalten".

Man darf in dieser Zeit also noch seine Wohnung verlassen, zum Beispiel um einzukaufen, sollte dabei aber eine FFP2-Maske tragen. Ist der Kontrolltest positiv, darf man nicht mehr in den Supermarkt, dann muss man in Isolation.

Wann und wie lange muss ich in Isolation?

Infizierte müssen sich, sobald sie ein positives Ergebnis eines Schnelltests oder PCR-Tests haben, für fünf Tage in Isolation begeben. Das gilt seit 30. November. Gerechnet wird ab dem ersten positiven Schnell- oder PCR-Test. "Der Tag der Testung wird nicht mitgerechnet", so das NRW-Gesundheitsministerium. Die fünftägige Isolation lässt sich nicht durch Freitesten verkürzen. Sie geht künftig automatisch zu Ende - egal ob dann ein Corona-Test negativ oder positiv ausfällt. Ein Freitesten am Ende der fünftägigen Isolationszeit entfällt.

Welche Isolationsregeln gelten bei medizinischen Berufen?

Für Beschäftigte in Krankenhäusern, Pflegeheimen und anderen medizinischen Einrichtungen gilt zusätzlich zur Isolationspflicht ein Tätigkeitsverbot. Sie müssen dem Arbeitgeber einen Nachweis einer negativen Testung vorlegen und sie müssen vor Wiederaufnahme der Tätigkeit mindestens 48 Stunden symptomfrei sein.

Was bedeutet Isolation ganz konkret?

Isolation bedeutet: Man darf seine Wohnung oder sein Haus nicht verlassen - "auch nicht zum Einkaufen oder zum Ausführen eines Hundes", so die Landesregierung. Allerdings darf man seinen direkt angrenzenden Garten, seine Terrasse oder seinen Balkon nutzen - nur nicht für Treffen mit Menschen aus anderen Haushalten.

Begegnungen mit Menschen aus dem eigenen Haushalt sollten in der Isolation - sofern möglich - auf ein Mindestmaß reduziert werden. Sofern es sich nicht um kleine Kinder handelt, sollte man bei den Begegnungen Maske tragen. Außerdem sollte man auf Handhygiene achten und ausreichend lüften.

Muss ich in der Isolation selbst meine Kontaktpersonen informieren?

Ja. Wer durch einen offiziellen Schnelltest oder einen PCR-Test positiv getestet wurde, muss seine Kontaktpersonen selbst verständigen. Auch das ist - wie der Kontrolltest nach einem Selbsttest - zwingend erforderlich.

In der Corona-Test-und-Quarantäne-Verordnung heißt es dazu: "Positiv getestete Personen sind verpflichtet, unverzüglich alle ihnen bekannten Personen zu unterrichten, zu denen in den letzten zwei Tagen vor der Durchführung des Tests und bis zum Erhalt des Testergebnisses ein enger persönlicher Kontakt bestand."

Müssen Kontaktpersonen von Infizierten in Quarantäne?

Nein, mittlerweile müssen Kontaktpersonen von Infizierten nicht mehr in Quarantäne. Das gilt auch für Menschen im selben Haushalt und unabhängig davon, ob sie geimpft oder genesen sind.

Welche Empfehlungen gelten für Kontaktpersonen?

"Es wird diesen Personen aber empfohlen, Kontakte zu reduzieren", teilte die Landesregierung im Mai mit. "Dies bedeutet: Für fünf Tage sollten enge Kontakte zu anderen Personen, insbesondere in Innenräumen und größeren Gruppen, vermieden werden. Sofern es ihnen möglich ist, sollten sie im Homeoffice arbeiten."

Darüber hinaus wird Kontaktpersonen empfohlen, sich selbst zu testen und die Körpertemperatur zu messen. Außerdem sollte man, wenn man andere Menschen trifft, eine OP-Maske oder FFP2-Maske tragen - das gilt vor allem in den ersten fünf Tagen nach dem Kontakt mit dem Corona-Infizierten. Treten bei Kontaktpersonen Symptome auf, muss ein Test durchgeführt werden.

Über dieses Thema berichten wir am 23.11.2022 auch in den Hörfunknachrichten, unter anderem bei WDR5.

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