Lagerung - Wie muss welcher Impfstoff gelagert werden?

Lagerung - Wie muss welcher Impfstoff gelagert werden?

Wir beantworten Ihre Fragen zum Impfen gegen das Coronavirus. Hier: Lagerung – Wie muss welcher Impfstoff gelagert werden?

Die in der EU zugelassenen Impfstoffe stellen unterschiedliche Anforderungen an die Lagerung. Der Impfstoff von Biontech / Pfizer muss bei mindestens 70 Grad minus gelagert und transportiert werden. Er wird in speziellen Trockeneisboxen ausgeliefert. Nach dem Auftauen hält er sich bis zu fünf Tage im Kühlschrank und zwei Stunden bei Zimmertemperatur. Ist der Impfstoff in der Spritze, kann man ihn bis zu sechs Stunden im Kühlschrank lagern oder auch in einer Kühlbox transportieren - zum Beispiel, um ihn außerhalb eines Impfzentrums zu verwenden.

Der Impfstoff von Moderna ist etwas weniger empfindlich. Er hält sich sechs Monate lang tiefgefroren bei -20 Grad, 30 Tage lang im Kühlschrank und 12 Stunden bei Raumtemperatur. Der Impfstoff von AstraZeneca ist der unempfindlichste: Er kann bis zu sechs Monate bei Kühlschranktemperatur gelagert und transportiert werden. Deshalb eignet er sich auch für Regionen, in denen sich eine aufwändige Kühlkette nicht immer einhalten lässt.

Warum sind manche Impfstoffe so empfindlich?

Vor allem Impfstoffe, die mRNA verwenden (Biontech / Moderna), sind schwierig zu lagern, denn mRNA ist ein sehr empfindliches Biomolekül, das schnell zerfällt. In der Regel braucht mRNA sehr niedrige Temperaturen, um stabil zu bleiben. Welche Temperaturen tatsächlich benötigt werden, hängt von den Mechanismen ab, die die Impfstoffhersteller jeweils gewählt haben, um ihr Produkt zu stabilisieren.

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Stand: 04.08.2021, 10:13