NRW kriegt deutlich weniger Astrazeneca-Impfstoff

Mehrere Ampullen AstraZeneca-Impfstoff sind in einer Packung zu sehen.

NRW kriegt deutlich weniger Astrazeneca-Impfstoff

Das NRW-Gesundheitsministerium hat bestätigt: Im Moment kommt nur ein Drittel der ursprünglich eingeplanten Astrazeneca-Dosen. Dadurch müssen die Impfungen bei Hausärzten verschoben werden.

264.000 Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca - diese Menge sollte NRW in der vergangenen und in der laufenden Woche eigentlich geliefert bekommen. Doch am Wochenende schickte das NRW-Gesundheitsministerium den beteiligten Behörden nach WDR-Informationen ein ernüchterndes Schreiben.

Demnach würden in den beiden Wochen 178.000 Dosen weniger geliefert werden. NRW bekommt demnach nur knapp ein Drittel der geplanten Menge.

Hausärzte müssen später mit dem Impfen starten

Grund ist offenbar der schon angekündigte Astrazeneca-Lieferengpass für ganz Europa. Die konkreten Auswirkungen daraus waren allerdings für NRW noch nicht öffentlich. Das NRW-Gesundheitsministerium beantwortete Details zu den Ursachen der Lieferreduzierung nicht und verweist auf den Bund. Es gebe auch keine Schätzung darüber, wie viele Menschen nun wieviel länger auf eine Impfung warten müssen.

Klar ist aber, dass die verringerten Impfstoff-Mengen sich auf den Plan auswirken, auch in den Hausarztpraxen mit dem Impfen zu beginnen. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hat den Start in NRW um eine Woche verschoben, vom 29. März auf den 6. April, also auf die Zeit nach Ostern.

Größere Astrazeneca-Lieferung angekündigt

Hoffnung macht immerhin ein Blick auf das Ende kommender Woche, also der Kalenderwoche 13. Nach Angaben des Landes wird dann eine größere Astrazeneca-Menge erwartet. Für NRW seien 180.000 Dosen mehr als ursprünglich geplant angekündigt worden. Sollte das klappen, wäre die momentane Kürzung wieder ausgeglichen. Länger dauert das Impfen dann aber trotzdem.

Stand: 23.03.2021, 15:29