"Wir sind verärgert": Roses unschöne Rückkehr nach Mönchengladbach

BVB-Trainer Marco Rose erlebte eine unschöne Rückkehr nach Mönchengladbach. Viel mehr als die Anfeindungen der Fans störte den 45-Jährigen aber die Leistung seiner Mannschaft - und eine Schiedsrichter-Entscheidung.

Marco Rose hatte keine Lust mehr, über das offensichtliche Thema zu sprechen. "Machen wir wir doch einfach einen Haken dran. Ich finde, es reicht", sagte der Trainer von Borussia Dortmund nach der 0:1-Niederlage bei seinem Ex-Verein Borussia Mönchengladbach.

Viel war vorher über Roses Rückkehr in den Borussia-Park nach seinen unrühmlichen Abgang beim Fußball-Bundesligisten im Sommer gesprochen und geschrieben worden. Die immer noch tief enttäuschten Gladbacher Fans empfingen ihren ehemaligen Trainer mit Schmähgesängen, Pfiffen und Banner. "Darauf habe ich mich vorher eingestellt", sagte Rose.

Rose: "Wir sind verärgert"

Deshalb waren es gar nicht die Anfeidungen gegen ihn, die Rose am meisten ärgerten. Viel mehr störte den 45-Jährigen, dass seine Mannschaft das Spiel mit 0:1 verlor und am sechsten Spieltag bereits die zweite Saison-Niederlage kassierte.

"Wir sind verärgert und werden das aufbereiten", sagte Rose nach den 90 Minuten, in denen seine Mannschaft jegliche Torgefahr vermissen ließ. So hatten die Dortmunder dem Treffer von Denis Zakaria aus der 37. Minute nichts entgegenzusetzen.

Interview Jonas Hofmann: "Duell war natürlich ganz besonders" Sportschau 25.09.2021 02:16 Min. Verfügbar bis 25.09.2022 ARD Von Ulli Schäfer

Das lag zum einen daran, dass in Erling Haaland (muskuläre Probleme) und Marco Reus (Kapselreizung im Knie) die beiden wichtigsten Offensivspieler ausfielen. Neuzugang Donyell Malen und Youngster Youssoufa Moukoko konnten den Ausfall der beiden Stars nicht ansatzweise kompensieren.

"Wir hatten einfach zu wenig Durchschlagskraft", bemängelte Rose: "Wir müssen daran arbeiten, dass es auch ohne sie funktioniert." Dazu fehlten auch noch Julian Brandt und Giovanni Reyna. "Das ist schon eine Menge in der Offensive, was uns abhanden gekommen ist."

Aytekin erklärt Platzverweis für Dahoud

Ab der 40. Minute musste der BVB außerdem noch ohne Mo Dahoud auskommen. Der Mittelfeldspieler winkte nach einem Foulspiel in Richtung Schiedsrichter Dennis Aytekin ab, der ihn daraufhin mit Gelb-Rot vom Platz stellte. "Wir haben ein Mindestmaß an Respekt verdient", sagte Aytekin nach dem Spiel der ARD. "Ich wollte dieses Verhalten für mich nicht mehr."

Interview Deniz Aytekin: "Verhalten hat hier nichts zu suchen" Sportschau 25.09.2021 02:19 Min. Verfügbar bis 25.09.2022 ARD Von Ulli Schäfer

Rose fand es "schade", dass der Schiedsrichter "in so einem Spitzenspiel so ein Zeichen setzt. Sowohl Spieler als auch Trainer sollten versuchen, solche Dinge zu unterlassen. Aber zu sagen, ich setze ein Zeichen, finde ich ein bisschen zu einfach. Dann ist es eine Frage der Linie. Entweder alle oder gar keiner. Wenn ich eine solche Karte gebe, haben wir in den nächsten Wochen eine Menge Gelb-Rote Karten".

BVB am Dienstag gegen Lissabon

Am Dienstag wird Dahoud dem BVB aber zur Verfügung stehen. Dann empfangen die Dortmunder in der Champions League Sporting Lissabon (21 Uhr). Rose hofft, dass dann auch Haaland und Reus wieder mit dabei sind. "Ich denke, die beiden sind am Dienstag ernsthafte Optionen", so Rose.

Dann soll auch die Leistung auf dem Platz wieder eine andere sein als in Mönchengladbach, versprach Rose. "Wir werden das verarbeiten und dam Dienstag wieder unseren Mann stehen."