Mike Wunderlich verlässt überraschend Viktoria Köln

Nach 323 Pflichtspielen für Viktoria Köln verlässt Kapitän Mike Wunderlich seinen Heimatverein.

Die Entscheidung kommt für viele überraschend, habe aber "ausschließlich private und persönliche Gründe", wie Wunderlich am Montag auf der Homepage der Viktoria zitiert wird.

Viktoria bedauert Verlust einer "Integrationsfigur"

Der 35-Jährige schließt sich Ligakonkurrent 1. FC Kaiserslautern an. Andreas Rettig, Vorsitzender der Viktoria-Geschäftsführung, bedauert seinen Abgang: "Mit Mike Wunderlich verlieren wir nicht nur einen wichtigen Spieler, sondern auch eine Integrationsfigur."

Der gebürtige Kölner Wunderlich lernte das Fußballspielen bei der Viktoria, wechselte allerdings noch in der U19 zum Stadtrivalen 1. FC Köln, von wo er über Rot-Weiss Essen und einem Zweitligastopp beim FSV Frankfurt 2011 wieder zur Viktoria zurückkehrte. Mit seinem Heimatclub arbeitete er sich von der NRW Liga bis in die 3. Liga hoch.

Wunderlich freut sich beim FCK auf Trainer Antwerpen

Dort schoss Wunderlich für die Kölner in den vergangenen beiden Spielzeiten 28 Tore und war an 17 weiteren beteiligt - eine Ausbeute, die offenbar Begehrlichkeiten geweckt hat: "Er ist sehr torgefährlich, aber auch in der Vorbereitung sehr effektiv. Wenn ein solcher Spieler auf dem Markt ist, muss man die Chance nutzen", sagt FCK-Geschäftsführer Sport Thomas Hengen.

Warum genau Wunderlich trotz laufenden Vertrags auf dem Markt war, ist unklar, aber der 35-Jährige freut sich beim FCK auf einen Trainer, den er bereits gut kennt: "Ich habe mit Marco Antwerpen bereits erfolgreich in Köln gearbeitet und möchte dies nun in Kaiserslautern fortsetzen", zitiert sein neuer Club den Kölner im Internet.

Rettig betont, dass die Entscheidung allen schwergefallen sei, aber: "Die von Mike vorgegebenen persönlichen und privaten Gründe haben wir letztendlich höher bewertet, als auf die Erfüllung seines Vertrages zu pochen."