Vor dem CL-Achtelfinale gegen Paris St. Germain

Emre Can - der neue Chef für die Sicherheit beim BVB

Jörg Strohschein

  • Emre Can hat seine Rolle beim BVB gefunden
  • Der 26-Jährige soll die Defensive organisieren
  • Nächster Gegner in der Champions League ist Paris

Diese Nachricht dürfte so manch einen Anhänger von Borussia Dortmund aufatmen lassen. "Es ist nichts Schlimmes. Ich kann spielen", sagte Emre Can nach dem 4:0 im Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt am vergangenen Freitag. Der 26-Jährige musste leicht angeschlagen nach gut 60 Minuten vorzeitig vom Platz.

Am Dienstag (18.02.2020, 21 Uhr) wird es schließlich richtig ernst für die Borussia. Dann geht es in der Champions League im Achtelfinal-Hinspiel gegen Paris St. Germain.

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Can als Aufpasser

Can ist zwar erst seit rund zwei Wochen Teil der Mannschaft von Borussia Dortmund, aber er hat in dieser kurzen Zeit keine Zweifel daran aufkommen lassen, dass er sich zu einem elementaren Bestandteil des BVB-Teams entwickeln kann. "Ich will vorangehen und der Mannschaft helfen. Es ist schön, endlich wieder das Gefühl zu haben, wichtig zu sein", sagt Can.

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Trotz des deutlichen Erfolgs gegen die Hessen kam die erste Hälfte für Dortmunder Verhältnisse fast zäh daher. Das lag auch an dem Neuzugang, den die Klub-Verantwortlichen zum Rückrundenauftakt für rund 26 Millionen Euro von Juventus Turin verpflichteten.

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Can achtete strikt darauf, dass seine Teamkollegen die defensive Ordnung einhielten. Anders als noch in Leverkusen, als die Dortmunder zwar drei Treffer erzielten, aber vier Gegentore hinnehmen mussten - und so einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand gaben.

Selbstbewusste Herangehensweise

Can warf sich am Freitag in die Zweikämpfe, versuchte mit viel Laufarbeit die Lücken zu schließen und ergänzte sich mit seinem Nebenmann Axel Witsel geradezu ideal. Nur einer der beiden schaltete sich in die Offensive ein, während der andere als Sicherheitbeauftragter über die BVB-Defensive wachte. Das Resultat: Die Eintracht brachte nur einen kümmerlichen Torschuss zustande.

"Es kann sehr erfolgreich werden, wenn wir hinten so gut stehen. Nach vorne sind wir immer für Tore gut. Wir können Großes erreichen", sagte Can, der sichtlich stolz war auf sein Werk. Der Nationalspieler hat seine Rolle beim BVB in Windeseile gefunden. Womöglich gerade noch rechtzeitig, damit die Dortmunder ihre hohen Ziele erreichen können.

Ob sich diese ungewohnt defensive Herangehensweise auch gegen europäische Topteams als stabil erweist, wird sich gegen Paris zeigen. "Wir treffen auf eine der besten Mannschaften der Welt. Wir dürfen uns nicht verstecken, nicht passiv werden. Wenn wir mit Selbstvertrauen in das Spiel gehen, können wir gewinnen", blickt Can voraus. Nicht mit dabei sein können Julian Brandt (Sprunggelenksverletzung) und Marco Reus (Muskelbeschwerden).