1. FC Köln erlässt Stadionverbote nach Ausschreitungen

Stand: 05.10.2022, 20:23 Uhr

Nach den Ausschreitungen im Spiel der Europa Conference League in Nizza hat der 1. FC Köln erste Stadionverbote verhängt. Die Polizei nahm derweil fünf Tatverdächtige in Köln und Umgebung fest. Gegen die Bestrafung der UEFA wird der FC nicht vorgehen.

Der 1. FC Köln werde "gegen die 16 bislang von der Polizei Köln identifizierten Personen, die an den gewalttätigen Ausschreitungen beim Spiel der UEFA Conference League in Nizza beteiligt waren, per sofort und bis auf weiteres ein örtliches Stadionverbot aussprechen", heißt es auf der Vereins-Homepage.

Die Zentrale Informationsstelle der Polizei (ZIS) werde zudem bundesweite Stadionverbote gegen diese 16 Personen beim DFB anregen. Der 1. FC Köln unterstütze laut Mitteilung dieses Vorgehen.

Fünf Tatverdächtige bei Razzia festgenommen

Derweil wurden am Mittwoch fünf Männer im Alter von 22 bis 43 Jahren bei einer Razzia festgenommen. 400 Beamte durchsuchten Wohnungen in Köln, Bergisch Gladbach, Pulheim und Hürth.

1. FC Köln geht nicht gegen Strafe vor

Auf den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS wird der Verein verzichten. Der 1. FC Köln habe sich dafür entschieden, "keine Rechtsmittel gegen die Entscheidung des UEFA-Revisionsgerichts einzulegen."

Die UEFA hatte den 1. FC Köln für die Ausschreitungen in Nizza mit einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro sowie mit einem Verbot zum Verkauf von Gästetickets für die beiden noch ausstehenden Auswärtsspiele der Vorrunde in der UEFA Conference League bei FK Partizan Belgrad und beim 1. FC Slowácko belangt.