Arminia Bielefeld mit Remis bei Kramer-Debüt

Arminia Bielefeld hat beim Debüt von Trainer Frank Kramer erstmals in dieser Saison bei einem Heimspiel unentschieden gespielt. Die Partie gegen Union Berlin blieb am Sonntag ohne Treffer.

Das vielleicht Bemerkenswerteste am ersten Durchgang waren noch die zehn Minuten Nachspielzeit, die vor allem einem Zusammenprall des Union-Keepers Andreas Luthe mit seinem Mitspieler Julian Ryerson geschuldet waren. Beide bluteten, nachdem Luthe energisch aus seinem Tor gekommen war, um eine Flanke der Arminia zu entschärfen (3. Minute).

Drei Gesichtsverletzungen, aber keine Tore

Beide setzten die Partie nach einer längeren Behandlungspause jedoch fort. Dass Luthe wieder voll auf der Höhe war, bewies er bereits kurz nach Wiederaufnahme des Spiels, als er einen Schuss von Sergio Córdova stark mit dem Fuß parierte. Letzterer musste übrigens nach nicht einmal einer halben Stunde den Platz verlassen, als es auch ihn bei einem Zusammenprall im Gesicht erwischt hatte.

Kramer: "Haben uns den Punkt über den Einsatz verdient" Sportschau 07.03.2021 03:01 Min. Verfügbar bis 07.03.2022 ARD Von Mareike Zeck

So stand es nach einer halben Stunde 1:1 in der Torschuss-Statistik und 2:1 für Berlin nach Gesichtsverletzungen. Torgefahr ging in Durchgang eins eher von der Arminia aus. Michel Vlap prüfte Luthe erneut mit einem Abschluss aus spitzem Winkel (33.), und Unions Schlussmann bestand auch diese Prüfung. Nach 45 Minuten hatten die Gäste mehr Torschüsse (3:1) und die Berliner mehr Ballbesitz, für einen Treffer reichte beides nicht.

Auch im zweiten Durchgang kaum Torgefahr

Nach der Pause wurde es nicht spektakulärer. Arminia-Stürmer Fabian Klos setzte zwar kurz nach Wiederanpfiff mit einer scharfen Hereingabe an den Fünfmeterraum ein schnelles Ausrufezeichen, doch anschließend entwickelte sich die Partie zur Geduldsprobe.

Union bemühte sich erfolgreich um viel Ballbesitz, aber erfolglos um das Suchen einer Lücke in der Bielefelder Abwehr, und die Ostwestfalen standen hinten sicher, lauerten aber vergeblich auf Konter. Als nach knapp 70 Minuten 3:2 Schüsse für die Gäste notiert waren, stand bereits zu befürchten, dass in Berlin eine der Partien über die Bühne ging, bei der die Zuschauer ihren Corona-bedingten Ausschluss nicht bereuen mussten.

Erste Punkteteilung in Bielefeld

Diesen Eindruck entschärfte der eingewechselte Keita Endo in der Schlussphase ein wenig - zumindest aus Berliner Sicht. Erst verfehlte er das Tor der Bielefelder in der 74. Minute nur knapp, und sechs Minuten später scheiterte er mit einer Direktabnahme aus sieben Metern an Bielefelds Schlussmann Stefan Ortega.

Nun ging er für die Arminen nur noch darum, einen Punkt mitzunehmen, um nach den 0:3-Schlappen gegen Dortmund und Wolfsburg mit dem neuen Trainer zumindest einen Teilerfolg zu feiern. Das gelang und war gleichzeitig die erste Punkteteilung dieser Saison bei einem Heimspiel Bielefelds.

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