Ford: 3.400 Stellen in Köln gefährdet

Vor der Betriebsversammlung Protest

Ford: 3.400 Stellen in Köln gefährdet

  • Ford-Mitarbeiter so schlau wie vorher
  • 30.000 Euro Sockelbetrag als Abfindung
  • Unklarheit über die Zeit nach 2022

Die Angst geht um bei 26.000 Ford-Mitarbeitern in Köln und Saarlouis. 5.000 Arbeitsplätze sollen bald wegfallen. Bei Betriebsversammlungen haben die Beschäftigten aber nicht die erhoffte Klarheit erhalten.

Ford

Ungewisse Zukunft im Kölner Ford-Werk

Die Unternehmensleitung sprach lediglich von einer Verschlankung des Betriebes. Und das nicht nur in der Fertigung sondern auch im Management. Anders sei es nicht möglich, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Ein wenig Hoffnung machte den Mitarbeitern der oberste Arbeitnehmervertreter von Ford Europa, Martin Hennig: "Es geht nicht um reinen Personalabbau, sondern um die Gesamtkosten - also auch um die Strukturkosten, ob Verwaltung oder Material."

Geteilte Reaktionen

Viele Mitarbeiter kritisierten dennoch, dass Ford die Krise offenbar vorwiegend durch Personalkürzungen meistern will. Andere zeigten Verständnis, dass das Unternehmen verschlankt werden müsse.

Ford streicht Stellen und baut um

WDR 5 Profit - aktuell 10.01.2019 04:51 Min. WDR 5

Download

Auch wenn konkrete Zahlen nicht genannt wurden, könnten mehr als 3.400 Jobs in Köln wegfallen. Bundesweit sollen es 5.000 Stellen sein. Und in Saarlouis, so viel ist bekannt, stehen 1.600 Arbeitsplätze zur Disposition.

Abfindungsangebote liegen bereits vor

Vor der Betriebsversammlung

Ford-Mitarbeiter auf dem Weg zur Betriebsversammlung

Abfindungsangebote hat Ford längst gemacht. 30.000 Euro pro Mitarbeiter sind dabei der Sockelbetrag. Je nach Alter und Beschäftigungsdauer gibt es einen individuellen Aufschlag. Das reiche bei weitem nicht aus, sagen die Gewerkschaften. Und 2022 läuft die Standortsicherungsvereinbarung für Köln und Saarlouis aus. Dann werde völlig neu gemischt, sagen viele Mitarbeiter nicht besonders hoffnungsvoll.

Stand: 26.03.2019, 16:59