Ford setzt auf Abfindungen und Vorruhestand

Ford-Betriebsrat kritisiert Unternehmen wegen Stellenabbau

Ford setzt auf Abfindungen und Vorruhestand

  • Abfindungen für jeden, der gehen will
  • Angebote gelten nur für Mitarbeiter mit unbefristeten Verträgen
  • Konkrete Zahlen werden nicht genannt

Der Autobauer Ford setzt beim geplanten Stellenabbau auf Abfindungen und Frühverrentungen. Einem Medienbericht zufolge soll die Höhe der Abfindung vom Alter und der Dauer der Betriebszugehörigkeit abhängen.

Mindestens 30.000 Euro für jeden, der gehen will – das ist laut eines Berichts des Kölner Stadt-Anzeigers der Kern des Abfindungsprogramms. Hinzu kommen ab einer Betriebszugehörigkeit von 13 Jahren Zuschläge, die davon abhängen, wie alt der Mitarbeiter ist und wie lange er schon für Ford arbeitet.

Alternativ gibt es für Beschäftigte, die 55 Jahre oder älter sind, auch ein Überbrückungsgeld bis zur Rente. Die Angebote gelten nur für Mitarbeiter mit unbefristeten Verträgen.

Kölner Standort besonders betroffen

Fordwerk Köln, Produktionsstraße mit Mitarbeitern

Produktion im Kölner Fordwerk

Laut dem Bericht erhöht Ford zudem den Druck auf die Mitarbeiter, das Angebot anzunehmen: So werden die Mitarbeiter darauf hingewiesen, dass sich die Konditionen im Laufe des Stellenabbaus nicht verbesserten. Ford wollte sich zu den konkreten Zahlen nicht äußern.

Bereits Ende vergangener Woche hatte Ford angekündigt deutschlandweit 5.000 Stellen abzubauen. Besonders werde davon der Standort Köln betroffen sein, wo die meisten der in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter arbeiten. Insgesamt arbeiten dort etwa 18.000 Angestellte, deutschlandweit sind es rund 24.000.

Stand: 20.03.2019, 15:33