Erste Hilfe: Richtig handeln im Notfall

Erste Hilfe – Das ist im Notfall zu tun

Stand: 21.04.2022, 16:19 Uhr

In der Ausnahmesituation kommt es drauf an: Erste Hilfe rettet Leben. Das sind die wichtigsten Schritte.

Von Lovis Krüger

In einem Notfall gilt: Ruhe bewahren, die Situation einschätzen, den Notruf 112 anrufen und dann denjenigen versorgen, der Hilfe braucht. Das sind die wichtigsten Schritte in einer Ausnahmesituation.

Die meisten (lebens-)gefährlichen Unfälle passieren im Haushalt und sie geschehen unerwartet. Deswegen ist es immer gut, auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Denn dann zählt es, nicht zu zögern, sondern zu handeln.

Erste Hilfe – Was tun im Notfall?

Frag Dich fit 22.04.2022 32:24 Min. Verfügbar bis 23.04.2032 WDR 2


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Leben retten

Wer einen hilfsbedürftigen Menschen findet, sollte zunächst überprüfen, ob die Person ansprechbar und bei Bewusstsein ist. Ist das nicht der Fall, wird es ernst. Dann gilt es, nach Hilfe in der Umgebung zu rufen und die Atmung der verletzten Person zu prüfen. Sollte keine Atmung feststellbar sein, ist es Zeit, den Notruf 112 zu wählen, sodass die Notärzte möglichst schnell anrücken können.

Dann gilt es, mit den lebenserhaltenden Maßnahmen zu beginnen. Das bedeutet: Herzdruckmassage durchführen und Atemspenden geben. Wie das genau geht, lernt man am besten in einem Erste- Hilfe-Kurs. Eine Anleitung dafür, gibt es aber auch auf der Webseite des Deutschen Roten Kreuz:

Sind Atmung und Herzschlag stabil, bringt man den Betroffenen in die stabile Seitenlage.

Erste Hilfe in unterschiedlichen Situationen

Nicht in allen Not-Situationen geht es sofort um um Leben und Tod. Je nach konkretem Fall sind unterschiedliche Erste-Hilfe-Fähigkeiten nötig:

Mit einem Druckverband lassen sich stark blutende Schnittwunden versorgen, bis der Notarzt die Wunde behandeln kann.

Kleine Brandwunden können mit kaltem Wasser gekühlt werden, große Brandwunden aber nicht.

Ein allergischer Schock muss zunächst als solcher erkannt werden, sodass der Notarzt rechtzeitig informiert werden kann. Wenn die betroffenen Allergiker dann noch ein Notfallset dabei haben, lässt sich der allergische Schock damit bekämpfen.

Notruf 112

Es ist schwer, auf alle Notsituationen vorbereitet zu sein. Zum Glück gibt es für alle Fälle den richtigen Ansprechpartner – mit dem Notruf 112. Auch wer sich nicht sicher ist, ob eine Situation lebensgefährlich ist, darf den Notruf wählen – das ist kein Missbrauch der Notrufnummer.

Zusätzlich lohnt es sich, das Wissen aus dem Erste- Hilfe- Kurs regelmäßig aufzufrischen. Folgende Institutionen bieten z.B. Erste- Hilfe- Kurse an:

  • Arbeiter Samariterbund (ASB)
  • Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
  • Johanniter Unfallhilfe (JUH)
  • Malteser Hilfsdienst (MHD)
  • Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG)
  • Örtliche Feuerwehr
  • Private Rettungsdienstanbieter

Darüber hinaus gibt es Erste- Hilfe- Kurse für spezielle Situationen. Für Eltern kann es sich zum Beispiel lohnen, an einem Erste- Hilfe- Kurs teilzunehmen, der speziell für den Notfall bei Kindern vorbereitet.