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Campingurlaub in Corona-Zeiten – der neue Boom

Familie liegt in einem Zelt

Campingurlaub in Corona-Zeiten – der neue Boom

Von Lena Breuer

Camping in Deutschland ist, durch die Corona-Pandemie, sehr beliebt. Das Kraftfahrtbundesamt meldet 30% mehr Neuanmeldungen bei Wohnmobilen und viele Campingplätze sind im Juli und August bereits komplett ausgebucht

  • Infektionsgefahr bei autarkem Camping sehr gering
  • Es gibt Alternativen zu Campingplätzen
  • Urlaub mit dem Zelt bleibt schwierig

Obwohl viele Grenzen gerade geöffnet werden und einige Reisewarnungen ihre Gültigkeit verlieren, haben viele Menschen Bedenken, eine Urlaubsreise inklusive Flug und Hotel zu buchen. Denn zu der Planungsunsicherheit kommt auch eine schwer kalkulierbare Infektionsgefahr in Flugzeugen und Hotels – eben überall dort wo viele Menschen an einem Ort zusammen kommen. Deshalb ist Camping, vor allem mit dem Wohnmobil, dem Camper oder dem Wohnwagen eine gute Alternative: Viel frische Luft, wenig Kontakt zu anderen Menschen und die eigenen Gebrauchsgegenstände. Vor allem voll autarke Wohnmobile sind hier klar im Vorteil. Reisende, die mit dem Zelt unterwegs sind, sind auf die Sanitäranlagen der Campingplätze angewiesen, die an vielen Orten auch noch in den Sommermonaten geschlossen bleiben. Experten raten, sich vor Reiseantritt zu informieren, ob die Sanitäranlagen in Betrieb sind.

Der Campingurlaub will gut geplant sein

Die große Campingfreiheit gibt es in diesem Jahr nicht. Einfach drauf losfahren, dort stehen bleiben, wo es einem gefällt – die Corona-Pandemie hat diesem Urlaubstraum in diesem Jahr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Campingplatzbetreiber in ganz Deutschland, aber vor allem in den touristischen Hotspots wie Ostsee, Nordsee oder Bodensee melden jetzt schon: Komplett ausgebucht. Deshalb muss in diesem Jahr auch der Campingurlaub gut geplant werden. Experten raten, im Vorfeld einen Stellplatz zu reservieren, eine genaue Reiseroute zu planen und auch Orte in Betracht ziehen, die nicht zu den touristischen Hotspots in Deutschland gehören.

Alternativen zum klassischen Campingplatz

Apps wie „Park4night“ oder „Stellplatzradar“ helfen Campern bei der Suche nach alternativen Stellplätzen, die häufig wenig bis gar nichts kosten – eine Möglichkeit, ausgebuchten Campingplätzen auszuweichen. Diese Stellplätze sind oft wesentlich schlichter als Campingplätze, bieten keine Sanitäranlagen und selten einen Wasser- oder Stromanschluss, sind damit also nur für autarke Wohnmobile und Camper geeignet. Zelturlauber können dafür nach Bauernhöfen suchen, auch hier gibt es Onlineportale. Und: Viele Gaststätten und Restaurants lassen Campingurlauber auf Nachfrage auf ihren Parkplätzen übernachten, wenn sie vorher im Restaurant zu Abend gegessen haben. Bevor die Markise ausgefahren und die Stühle vor das Mobil gestellt werden, sollten Urlauber aber unbedingt um Erlaubnis bitten.

Campingurlaub in Corona-Zeiten

WDR 2 Servicezeit 10.06.2020 03:56 Min. Verfügbar bis 10.06.2021 WDR 2

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Stand: 10.06.2020, 09:30