Mutmaßlicher Reichsbürger aus Wuppertal in U-Haft Lokalzeit Bergisches Land 17.02.2020 01:28 Min. Verfügbar bis 19.02.2021 WDR Von Michaela Heiser

Wuppertaler "Reichsbürger" in Untersuchungshaft

  • Wuppertaler "Reichsbürger" in Untersuchungshaft
  • Verdächtiger soll Morddrohungen verschickt haben
  • Bei Festnahme wurden Waffen sichergestellt

Ein mutmaßlicher Wuppertaler "Reichsbürger" sitzt in Untersuchungshaft. Die Polizei hatte den inzwischen wohnsitzlosen Frührentner Ende voriger Woche (14.02.2020) mit Hilfe eines Spezial-Einsatzkommandos verhaftet. Er wurde unter anderem gesucht, weil er zahlreiche Morddrohungen an den Wuppertaler Oberbürgermeister, eine Richterin und städtische Mitarbeiter verschickt haben soll. Seine ehemaligen Nachbarn in der Wuppertaler Nordstadt wollen gesehen haben, dass der 52-Jährige eine Hakenkreuzflagge über seinem Balkon aufgehängt hatte.

Bei Festnahme Waffen sichergestellt

Vollstreckt wurde der Haftbefehl in Bad Laasphe im Kreis Siegen-Wittgenstein, wo sich der ehemalige Sportschütze aufhielt. Bei der Festnahme stellten die Beamten zudem ein Gewehr, ein Messer und Tarnkleidung sicher. Dem mehrfach vorbestraften Mann droht jetzt eine mehrjährige Haftstrafe.

Drohungen sind kein Einzelfall

Für Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke ist der Fall nur die Spitze des Eisbergs. Mitarbeitende der Stadt würden beinahe täglich beschimpft und bedroht. "Die Kolleginnen und Kollegen haben Angst, viele bewerben sich auch weg, weil sie sagen, ich kann das nicht mehr." Um ihre Mitarbeiter zu schützen, zeigt die Stadt jede Bedrohung an.

"Reichsbürger" in NRW