Eine behinderte Schülerin sitzt im Rollstuhl

Inklusionspreis-NRW verliehen

Stand: 22.09.2022, 17:26 Uhr

Neun Initiativen und Projekte aus NRW sind mit dem diesjährigen Inklusionspreis des Landes ausgezeichnet worden. Mehr als 100 Projekte und Initiativen hatten sich beworben.

Mit dem Preis ausgezeichnet werden vorbildliche Ideen zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Nominiert waren insgesamt 21 Projekte.

"Inklusion durch Sport"

Gewonnen haben Projekte aus unterschiedlichen Bereichen wie Arbeit und Qualifikation, Freizeit und Kultur oder Sport.

Die Hauptkategorie der diesjährigen Preisverleihung wurde unter dem Motto „Inklusion durch Sport“ vergeben - denn Sport sei für Inklusion sehr wichtig, meint Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen. "Die eingereichten Bewerbungen und nun prämierten Projekte im Bereich Sport zeigen, wie innovativ und kreativ Inklusion durch Sport bei uns in Nordrhein-Westfalen gelebt wird", so Milz.

Verein aus Schiefbahn trainiert schon mehr als 20 Jahre inklusiv

Gewinner in der Hauptkategorie Sport ist die Kölner Ballschule. Studierende der Sporthochschule Köln stellen hier ein umfangreiches Sportangebot für behinderte Kinder auf die Beine. Auch die Eltern werden mit einbezogen.

NRW-Inklusionspreis für Willicher Verein

00:40 Min. Verfügbar bis 22.09.2023


Der TV Schiefbahn aus dem Kreis Viersen Willich ist zweiter Preisträger. In dem Turnverein trainieren schon seit mehr als 20 Jahren Kinder ab 5 Jahren mit und ohne Behinderung gemeinsam. Kindern aus Familien mit kleinem Einkommen wird der Beitrag erlassen.

Fachjury kürt Gewinner, Laumann überreicht Preis

Der dritte Preis geht an den Verein Tabalingo Sport & Kultur integrativ aus Stolberg bei Aachen. Das Besondere: Menschen mit Behinderung bestimmen die Geschicke des Vereins aktiv mit und gestalten das Vereinsleben.

Die Gewinner wurden von einer Jury aus Fachleuten und Vertreterinnen und Vertretern der Behindertenselbsthilfe gekürt. Die ausgezeichneten Projekte stammen aus Köln, Willich, Stolberg, Hagen, Bergisch Gladbach, Bielefeld, Soest, Rösrath/ Nümbrecht und Dortmund. Ihnen wurde der Inklusionspreis von NRW-Sozialminister Laumann überreicht. Die Auszeichnung des Landes ist mit insgesamt 32.000 Euro dotiert.