Auf dem Foto ist eine aus hellgrauem Stein erbaute Kirche mit dunkelgrauem Dach. Davor ist ein Parkplatz.

Mönchengladbach beleuchtet Wahrzeichen der Stadt nicht mehr

Stand: 10.08.2022, 18:54 Uhr

Unter anderem das Münster auf dem Abteiberg - eines der bekanntesten Gebäude der Stadt - wird nachts nicht mehr angestrahlt. Auch Laternen im Stadtgebiet sollen ausgeschaltet werden.

Der drohende Energiemangel wird auch in der Region spürbarer. Die Stadt Mönchengladbach will ab September Sehenswürdigkeiten wie die Kirche Münster St. Vitus, das Rathaus Abtei, den Wasserturm und die Kaiser-Friedrich-Halle nicht mehr beleuchten. Das hat sie am Mittwoch mitgeteilt.

Außerdem prüft sie, ob sie Teile der Straßenbeleuchtung abschalten oder dimmen kann. Auch elektrische Infotafeln der Stadt sollen nachts abgeschaltet werden.

Mönchengladbach beleuchtet Wahrzeichen nicht mehr

00:20 Min. Verfügbar bis 11.08.2023


Höchstens 20 Grad in Büros – vielleicht weniger

Wenn es wieder kalt wird, sollen auch die städtischen Büroräume nur noch auf höchstens 20 Grad beheizt werden. Sollte der Gasmangel noch problematischer werden, kann sich die Stadt vorstellen, Büroräume noch weniger zu beheizen.

30 Gebäude könnten auch in Düsseldorf dunkel bleiben

Auch die Stadt Düsseldorf hat angekündigt, zu prüfen, ob man die nächtliche Beleuchtung von öffentlichen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten abstellen kann. In Düsseldorf werden insgesamt 30 Gebäude nachts angeleuchtet. Zum Beispiel das Rathaus, die Kaiserpfalz, der Schlossturm und einige Kirchen.

Zwei Grad weniger im Hallenbad – 10 Prozent Energie gespart

Außerdem senkt Düsseldorf – wie auch Mönchengladbach – die Wassertemperatur in städtischen Hallenbädern um zwei Grad. Diesen Schritt gehen momentan viele Kreise und Städte. Er ist einfach umzusetzen und gilt als effektiv: Zum Beispiel in einem Bad in Willich sollen so zehn Prozent der verbrauchten Energie eingespart werden können, schätzen die Betreiber. Die Stadt Mönchengladbach schließt nicht aus, dass zum Beispiel Hallenbäder im Herbst oder Winter gar nicht mehr betrieben werden können, sollte sich die Lage zuspitzen.

Mönchengladbacher OB appelliert an Bürger

Trotz der städtischen Einsparmaßnahmen sieht die Stadt Mönchengladbach die Verantwortung beim Einsparen von Strom um Gas vor allem bei den Bürgern: "Jede und jeder sollte heute schon einen Beitrag leisten, um Energie zu sparen und damit einer möglichen Notlage im Herbst und Winter vorzubeugen," sagt der Mönchengladbacher Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

Über dieses Thema berichten wir auch in der WDR Lokalzeit aus Düsseldorf am Donnerstag um 19.30 Uhr.