Kardinal Rainer Maria Woelki

Kölner Diözesanrat fordert Entscheidung zu Woelkis Zukunft

Stand: 06.11.2022, 19:13 Uhr

Der Vorsitzende des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Köln, Tim Kurzbach, dringt auf eine Entscheidung über die Zukunft von Kardinal Rainer Maria Woelki.

"Ohne die Klärung der Kölner Kardinal-Frage werden wir nicht aus der Krise herauskommen. Die Frage muss jetzt endlich geklärt werden", sagte Kurzbach anlässlich der Vollversammlung der Vertretung der Laien am Wochenende.

"Rom muss seiner Verantwortung gerecht werden. An dieser Frage hängt viel, viel mehr als eine bloße Personalie." Tim Kurzbach, Vorsitzende des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Köln

Bischöfe sollen Vatikan auf "Kölner Frage" stoßen

Tim Kurzbach, Diözesanratsvorsitzender

Tim Kurzbach, Diözesanratsvorsitzender

Kurzbach wandte sich mit einem Appell an die deutschen katholischen Bischöfe, die Mitte November nach Rom zu ihrem sogenannten Ad-limina-Besuch reisen und dort mit dem Papst und wichtigen Behördenleitern im Vatikan sprechen wollen: "Sie müssen die Römer auf die Kölner Frage stoßen! Sie dürfen nicht zurückkehren, ohne auf eine klare Antwort gedrängt zu haben."

Woelki unter Druck

02:41 Min. Verfügbar bis 30.12.2099

Noch keine Entscheidung über Woelkis Rücktrittsgesuch

Papst Franziskus hatte Kardinal Woelki zunächst in eine Pause geschickt und ein Rücktrittsgesuch von ihm verlangt, nachdem der Kardinal im Zuge der Missbrauchsaufarbeitung in eine Vertrauenskrise geraten war. Anfang März kehrte Woelki in sein Amt zurück. Über das Rücktrittsgesuch hat Franziskus noch nicht entschieden.