Köln: Erste Domschweizerinnen vorgestellt

Domschweizerinnen für Kölner Dom WDR aktuell 14.05.2019 Verfügbar bis 30.12.2099 WDR Von Frank Piotrowski

Köln: Erste Domschweizerinnen vorgestellt

Von Frank Piotrowski

  • Premiere: Kölner Domkapitel stellt Domschweizerinnen vor
  • Bisher 28 männliche Domschweizer im Dom
  • Ende einer Jahrhunderte alten Männer-Vorherrschaft

Das Domkapitel hat am Dienstag (14.05.2019) die ersten vier Domschweizerinnen in der Geschichte des Doms vorgestellt. Der Beruf war bisher nur Männern vorbehalten. Die Domschweizer/innen sorgen im Dom für Ordnung und sind Ansprechpartner für rund 30.000 Besucher pro Tag.

Die neuen Mitarbeiterinnen arbeiten halbtags. Das Domkapitel hatte sie per Zeitungsannonce gesucht. Weiblich, katholisch und gerne jung lautete das Anforderungsprofil.

Berufsstand im Wandel

Die Domschweizer seien die "Visitenkarte der Kölner Kathedrale", sagte Dompropst Gerd Bachner. Zugleich sei der Berufsstand im Wandel. Die Kirche will den Altersdurchschnitt des Wachpersonals senken und hält es nicht mehr für zeitgemäß ausschließlich Männer zu beschäftigen.

Da die Hälfte der rund sechs Millionen Dombesucher im Jahr Frauen sind, sei die Einstellung weiblicher Ordungskräfte beinahe zwingend, so Bachner.

Domschweizer Kölner Dom

Domschweizer sind Ansprechpartner für Besucher

Zu den Aufgaben der Domschweizer gehört es, für Ordnung und Ruhe zu sorgen und den Dombesuchern als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Sie schließen den Dom auf und ab, läuten die Glocken, füllen die Schriftenstände auf und entsorgen abgebrannte Kerzen.

Begriff aus dem 17. Jahrhundert

Der Name "Schweizer" stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Männer aus der damals verhältnismäßig armen Schweiz gingen ins Ausland und boten sich dort als Soldaten oder Wachkräfte an.

Kölner Domkapitel bricht mit Jahrhunderte alten Männer Vorherrschaft

WDR 5 03.02.2019 00:25 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 WDR 5

Stand: 14.05.2019, 10:22

Kommentare zum Thema

1 Kommentar

  • 1 Martinus 14.05.2019, 22:14 Uhr

    Hier sind offenbar nur zustimmende Jubelkommentare erwünscht. Mein kritischer, aber in keiner Hinsicht beleidigender oder sonstwie ehrverletzender Kommentar von heute wurde nicht veröffentlicht. Dann geht der Text halt samt Beschwerdeschreiben an den Rundfunkrat.