Aus für Handarbeitsplattform Dawanda – die Alternativen

DaWanda "Products with Love"

Aus für Handarbeitsplattform Dawanda – die Alternativen

  • Kostenloser Umzug zu Etsy möglich
  • Amazon Handmade und Palundu als Alternativen
  • Eigener Onlineshop: frei gestaltbar, aber aufwändig

Für viele Verkäufer war die Nachricht ein Schock: Dawanda, die Online-Plattform für Selbstgemachtes stellt Ende August ihr Geschäft ein. Um möglichst wenig Ausfälle zu haben, sollten sich Händler schon jetzt um Alternativen kümmern.

Der amerikanische Konkurrent Etsy

Dawanda bietet seinen Händlern ein kostenloses Online-Tool an, mit dem sie mit ihrem Shop auf die Plattform etsy.com umziehen können. Produktbeschreibungen und Bewertungen werden dabei automatisch übernommen, Rechtstexte wie AGBs müssen dagegen manuell übertragen und an die neue Plattform angepasst werden. Das gilt insbesondere für Angaben zu Bezahlmethoden und Versandkosten.

Ein potentielles Problem: fehlende Sichtbarkeit

Ein Umzug zu Etsy hat Vor- und Nachteile: Händler können potentiell mehr Kunden erreichen, haben es aber auch deutlich schwieriger, in der Masse der Anbieter gefunden zu werden. Wer bei Etsy verkauft, muss insgesamt ca. neun Prozent seiner Einnahmen als Provision an die Plattform abgeben. Bei Dawanda sind es 9,5 Prozent plus eine Gebühr von 10 bis 30 Cent für das Einstellen von Artikeln.

Online-Plattform Dawanda vor dem Aus

WDR 5 Profit - aktuell | 04.07.2018 | 03:15 Min.

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Amazon Handmade und Palundu als Alternativen

Beide Plattformen achten nach eigenen Angaben durch spezielle Prüfverfahren sehr darauf, dass nur selbst gefertigte Produkte und keine Massenware aufs Portal kommen. Amazon Handmade ist ähnlich wie Etsy global aufgestellt und verlangt von Verkäufern zwölf Prozent Verkaufsgebühr. Palundu richtet sich vor allem an den deutschen Markt. Dort zahlen Händler pauschal maximal zwei Euro pro Monat.

Eigener Onlineshop: frei gestaltbar, aber aufwändig

Wer sich nicht von Portalbetreibern abhängig machen will, kann einen eigenen Online-Shop einrichten. Dazu gibt es im Internet „Baukastensysteme“ wie Shopify oder Supr, mit denen das sogar selbst geht. Der Aufwand ist allerdings groß, weil man den Shop erst bauen und dann bewerben muss. Und: Für die Baukastensysteme fällt in der Regel ebenfalls eine monatliche Grundgebühr an.

Verkaufen auf Facebook

Eine Alternative für Verkäufer, die gerne in sozialen Netzwerken aktiv sind, ist der Verkauf bei Facebook. Dazu müssen sie auf der Plattform ein Unternehmensprofil einrichten und dann eine spezielle Shopfunktion freischalten. Das kann für Verkäufer interessant sein, die ihre Ware nur „nebenbei“ verkaufen und für die sich ein eigener Shop nicht lohnt. Aber Achtung: Wer Produkte produziert und dann auf Facebook verkauft, muss genau wie bei anderen Portalen ein Gewerbe anmelden, gesetzliche Regeln etwa für Widerrufsrechte beachten und für Mängel der Produkte geradestehen.

Stand: 11.07.2018, 17:09