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Unser Immunsystem – unscheinbar, aber überlebenswichtig

Ein Frau steht im Wald und schaut in den Himmel

Unser Immunsystem – unscheinbar, aber überlebenswichtig

Von Barbara Brüwer

Bakterien, Viren, Pilze - unser Immunsystem ist ein wahres Wunder. Rund um die Uhr ist es für uns im Einsatz. Doch wie funktioniert es und wie können wir es stärken?

Schneiden wir uns in den Finger, empfinden wir meistens einen Schmerz, es blutet kurz und wir kleben ein Pflaster darauf. Wir sind beruhigt, denn wir wissen: Es geht bald wieder vorbei. Auf unser Immunsystem ist in der Regel Verlass. Ganz anders sieht es in unserem Körper aus. Dort ist alles auf Alarm geschaltet. Weil das Messer nicht sauber war, dringen Dreck und Bakterien in die Wunde und los geht der Abwehrkampf.

Kneipp, Vitamin D, Lachen und Co. – Was hilft dem Immunsystem?

Frag Dich fit 19.11.2021 27:22 Min. Verfügbar bis 21.11.2031 WDR 2


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Angeborenes Immunsystem – der Allrounder

Unser Immunsystem ist super komplex. Einen Teil besitzen wir bereits bei der Geburt, zum Beispiel unsere Haut. Sie schützt uns davor, dass ständig Krankheitserreger in unseren Körper eindringen. Auch die Schleimhäute und die kleinen Härchen, zum Beispiel in der Nase, halten Bakterien, Viren und Pilze ab. Besonders wichtig ist dabei die Bewegung der Härchen. So fällt es den Eindringlingen schwerer, durchzukommen und sich festzusetzen. Ähnlich funktioniert unsere Abwehr im Darm. Auch dort wird die Einnistung durch die Bewegung der Darmmuskulatur erschwert. Zusätzlich schützen uns chemische Stoffe wie Schleim, Säuren und Enzyme. Das angeborene Immunsystem setzt auch spezielle Abwehrzellen und Eiweiße ein.

Erworbenes Immunsystem – die Spezialverteidigung

Modell eines Corona-Virus

Das erworbene Immunsystem reagiert effektiver auf einzelne Krankheitserreger

Im Gegensatz zum angeborenen Immunsystem, das allgemein erstmal alles abwehrt, was in unseren Körper eindringen möchte, reagiert das erworbene Immunsystem ganz speziell auf die einzelnen Krankheitserreger. Es braucht etwas länger, ist dafür aber effektiver. Es ist sogar in der Lage, Daten zu speichern und bei einem erneuten Angriff durch bereits bekannte Viren oder Bakterien schneller zu reagieren. Dass das erworbene Immunsystem nicht schon vor der Geburt besteht, hat einen Grund: Es würde sonst auf ganz viel reagieren, was uns über die Plazenta gegeben wird, während wir heranwachsen.

Vorsicht bei Zucker, Alkohol und Zigaretten

Damit unser Immunsystem im Ernstfall einsatzbereit ist, sollten wir auf unseren Körper achten. Wenn wir viel Zucker, Alkohol und Nikotin zu uns nehmen, befeuern wir Entzündungen in unserem Körper. Diese müssen von unserem Immunsystem in Schach gehalten werden. Außerdem entsteht dabei eine besondere Belastung, die unsere Zellen und damit auch unser Immunsystem in der Funktion beeinträchtigt.

Waldbaden und Lachen wirken wahre Wunder

Ein Mann in der Natur streckt die Arme in den Himmel.

Das Immunsysytem kann durch Sport, gesunde ernährung und Entspannung unterstützt werden

Mit Sport, gesunder Ernährung und Entspannung können wir unser Immunsystem unterstützen. Doc Esser empfiehlt vor allem das „Waldbaden“. Beim Spaziergang durch das Grüne wird Stress abgebaut und beim Atmen nehmen wir Terpene auf. Das sind von den Bäumen produzierte Botenstoffe, die ätherische Öle enthalten, die unserem Körper guttun. Was auch hilft, ist Lachen. Schon das Anheben der Mundwinkel meldet dem Hirn: Es passiert etwas Positives. Und schon werden Glückshormone ausgeschüttet, die unser Immunsystem stärken.

Stand: 18.11.2021, 15:47