Telenotarzt

Telenotarzt-System startet im Münsterland

Stand: 17.01.2023, 08:55 Uhr

Die Stadt Münster, die Münsterland-Kreise und der Kreis Recklinghausen bauen ein gemeinsames Telenotarzt-System auf. Insgesamt 150 Rettungswagen sollen künftig so ausgestattet sein, dass sie einen Telenotarzt zuschalten können.

Ein Jahr wurde das Telenotarzt-System bereits geprobt. Während die Sanitäter im Rettungswagen den Patienten direkt vor sich haben, wird der Notarzt per App zugeschaltet. So muss ein Arzt nur noch mit rausfahren, wenn es sich um einen offensichtlichen Notfall handelt.

Telenotarzt im Rettungswagen zugeschaltet

Notärztin mit Headset im Videogespräch

Per App schaltet sich die Ärztin in den Rettungswagen

Dank digitaler Technik kann der Telenotarzt auf Bilder und medizinische Daten aus dem Rettungswagen zugreifen. So ist der Mediziner auch aus der Ferne in der Lage, eine Situation zu beurteilen. Er kann zum Beispiel entscheiden, ob und welche Medikamente nötig sind oder ob der Patient wirklich ins Krankenhaus muss.

Karte mit den Kreisen, die mit der Tele-Notarzt-Zentrale in Münster verbunden sind

Die Telenotärzte sind für das ganze Münsterland im Einsatz

Für das Telenotarzt-System müssen Rettungswagen umgerüstet werden. 150 Wagen sollen in ein paar Jahren für das Telenotarzt-System im Münsterland unterwegs sein. Die Kosten schätzt die Träger-Gemeinschaft auf rund 10.000 Euro pro Fahrzeug.

Über dieses Thema berichten wir auch im Hörfunk auf WDR2 und im Fernsehen in der Lokalzeit Münsterland am 17.01.2023.