Corona-Live-Ticker: Warnung vor Menschenansammlungen in Innenräumen

  • Pauschalreisen nach Spanien abgesagt
  • RKI warnt vor Menschenansammlungen in Innenräumen
  • Studie empfiehlt einfache Mundspülung
  • Impfstoff: Forscher-Wettlauf mit Abkürzung
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker
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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Pauschalreisen nach Spanien abgesagt

Wegen der offiziellen Reisewarnung für das spanische Festland und die Balearen haben die Reiseunternehmen TUI und DER Touristik die Reißleine gezogen und angekündigt, alle entsprechenden Pauschalreisen ab heute abzusagen. TUI bat Reisende vor Ort, binnen der kommenden sieben Tage zurückzureisen. Für Pauschaltouristen gilt: Reisewarnungen sind in der Regel ein Stornierungsgrund.

Reise-Rückkehrer stehen an für Corona-Tests

Die Reisewarnung für Spanien hat Urlauber verunsichert. Die Rückkehrer müssen sich jetzt testen lassen - am Flughafen Köln/Bonn gab es deshalb lange Schlangen für die kostenlosen Corona-Tests.

Spanien-Urlaub trotz Reisewarnung?

Wer jetzt schon auf gepackten Koffern sitzt und nach Spanien reisen will, packt eventuell wieder aus. Denn entweder ist Urlaubern das Risiko einer Reise zu groß oder der Reiseveranstalter hat die Reise abgesagt.

Die Bundesregierung hat Spanien - nur mit Ausnahme der Kanarischen Inseln - zum Risikogebiet erklärt. Das heißt: Wer aus Spanien nach Deutschland reist, muss ab sofort einen Corona-Test machen. Entweder muss ein Testergebnis schon bei der Einreise vorliegen, oder der Test muss in Deutschland gemacht werden. Bis zum Ergebnis müssen die Reisenden in Quarantäne.

Am Samstagmorgen flogen trotzdem zahlreiche Urlauber von den NRW-Flughäfen ab. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet nicht, dass Reisen dorthin verboten sind.

Mallorca-Tourismus wird sich verändern

Michael Wrobel von der deutschsprachigen Mallorca-Zeitung sagte heute im Gespräch mit der Aktuellen Stunde, dass 35 Prozent der Menschen auf der Insel ihr Geld mit dem Tourismus verdienen, viele seien direkt oder indirekt abhängig von den Urlaubern. Und von diesen seien jetzt schon wenig da. "Ich glaube, dass sich Mallorca verändern wird", so Wrobel. Der Massentourismus auf der Insel sei nicht mehr derselbe wie vor einigen Jahren und die Veränderung werde weitergehen.

RKI warnt vor Menschenansammlungen in Innenräumen

Angesichts der hohen Zahl von Neuinfektionen gibt das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Lagebericht eine neue Empfehlung heraus. Konkret heißt es dort: "Menschenansammlungen – besonders in Innenräumen – sollten möglichst gemieden und Feiern auf den engsten Familien- und Freundeskreis beschränkt bleiben."

Impfstoff: Forscher-Wettlauf mit Abkürzung

Nachdem Russland Wissenschaft und Weltöffentlichkeit mit dem ersten zugelassenen Impfstoff gegen das Corona-Virus verblüfft hat, stellt sich nun die Frage: Verändert das den Wettbewerb und die Sorgfalt bei der Suche hier in Deutschland?

Ab September will Russland die Massenproduktion seines neuen Covid-19-Impfstoffs starten. Doch internationale Wissenschaftler sind skeptisch. Russland hat offenbar eine "Abkürzung" genommen und die Phase umfangreicher Studien an vielen Probanden eingedampft. Die europäische Zulassungsstelle warnt vor solchen Schnellschüssen.

Und was hätten die deutschen Bürger von einem russischen Impfstoff? Nichts, denn dieser Impfstoff bekommt keine EU-Zulassung.

Schalke: Wieder Fussball mit Fans

In Gelsenkirchen wird zum ersten Mal seit der Corona-Krise ein Fußballspiel mit Zuschauern angepfiffen. 300 Fans dürfen ins Gelsenkirchener Parkstadion - da spielt Schalke in einem Testspiel gegen den Drittligisten SC Verl.

Kann einfache Mundspülung andere vor einer Infektion schützen?

Ein einfaches Mittel soll die Ausbreitung des Coronavirus dämmen. Eine aktuelle Studie, die vorab in der Fachzeitschrift "The Journal of Infectious Diseases" vom Verlag der Oxford-Universität veröffentlicht wurde, legt diesen Schluss zumindest nahe. Forscher der Ruhr-Uni Bochum und anderer Institutionen hatten unter Laborbedingungen die Auswirkungen verschiedener handelsüblicher Mundspülungen auf Coronaviren beobachtet. Ihren Messungen zufolge kann die Viruslast durch Gurgeln deutlich reduziert werden.

Wer schon infiziert ist, dem helfen natürlich Mundspülungen nicht weiter. Für eine begrenzte Zeit sind die Kranken demnach aber weniger ansteckend. Verantwortlich sind demnach die desinfizierenden Inhaltsstoffe der Spülungen.

Corona-Fälle bei Fortuna Düsseldorf

Die Mannschaft des Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf muss vorerst in Quarantäne. Zwei Spieler - Nana Ampomah und Dawid Kownacki - waren gestern positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Fortuna Düsseldorf bestritt noch am frühen Freitagabend sein erstes Testspiel gegen den Fünftligisten TSV Meerbusch. Offenbar hatten bis zum Anpfiff der Partie die Testergebnisse nicht vorgelegen. Die Sportanlage in Meerbusch-Lank wurde mittlerweile geschlossen.

Fiebermessen auf der Tattoo-Messe

Wer an diesem Wochenende die Internationale Tattoo Convention in Hagen besuchen will, muss sich schon am Eingang Fieber messen lassen. Zum Hygienekonzept in Coronazeiten gehört auch eine Besucherliste und eine Belüftungsanlage, die für viel Frischluft sorgen soll. Wo sich sonst 1.500 täglich durch die Gänge schieben, sind jetzt nur 400 Besucher erlaubt.

Schutzmaßnahmen-Gegner demonstrieren in Hamburg

Ohne Maske und Einhaltung des Mindesabstands haben sich in Hamburg heute Gegner der Schutzmaßnahmen gegen Corona zu einer Demonstration in der Innenstadt getroffen. Laut Polizei folgten etwa 900 Menschen dem Aufruf der Organisation "Querdenken 40". Da die meisten Teilnehmer nicht den Hygieneregeln folgen, hatte die Polizei die Veranstalter zwischenzeitlich aufgefordert, die Versammlung zu beenden.

Kalifornien: Hitzewelle könnte Corona-Ausbrüche weiter anheizen

Im US-Bundesstaat Kalifornien gibt es inzwischen die meisten Corona-Fälle des Landes. Mehr als 600.000 Menschen haben sich infiziert und eine massive Hitzewelle in Kalifornien befeuert Sorgen vor immer neuen Corona-Ausbrüchen. Viele Menschen könnten zu Stränden und Seeen strömen und sich dabei nicht an Abstandsregeln halten.

Deutschlandzahlen: 1.415 Neu-Infektionen an einem Tag

Die Zahl der bekannten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angabendes Robert Koch-Instituts (RKI) bis Samstagmorgen 1.415 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6.000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1.000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder.

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