Corona-Impfstoff für NRW: Hier sind die Impfzentren

Die Vorgabe des Landes NRW war klar: Bis zum 15. Dezember sollte jeder Kreis und jede kreisfreie Stadt mindestens ein Impfzentrum eingerichtet haben. Die meisten haben das geschafft.

Der Aufbau der meisten Corona-Impfzentren in Nordrhein-Westfalen ist abgeschlossen. Das ergab eine Umfrage des WDR bei den 53 Kreisen und kreisfreien Städten. Demnach waren weit mehr als drei Viertel der insgesamt 53 Impfzentren, von denen es zum Teil mehrere Standorte gibt, ab dem 15. Dezember einsatzbereit.

Die wenigen Impfzentren, deren Aufbau nicht zu dem von der Landesregierung festgelegten Stichtag abgeschlossen war, wurden bis Weihnachten fertiggestellt.

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Einige Impfzentren wurden in Rekordzeit eingerichtet. Entstanden sind die Impfzentren in umfunktionierten Sporthallen, Multifunktionsarenen, Veranstaltungsräumen, Flüchtlingsunterkünften, Theatern und Firmengebäuden.

Impfstart mit Verzögerung

Wenn am 8. Februar der Impfbetrieb in den NRW-Impfzentren startet, können sich Menschen in den ersten zwei Wochen allerdings nur am Nachmittag impfen lassen, wie das NRW-Gesundheitsministeriums am Samstag (28. Januar) dem WDR bestätigte. Landeseinheitlich sollen die Zentren an fünf bis sieben Tagen in der Woche jeweils von 14 bis 20 Uhr öffnen.

Der Grund: Zu wenig Impfstoff. Entgegen ursprünglicher Ankündigungen erhalte NRW laut Ministerium insgesamt 93.600 Impfdosen weniger. Für den Zeitraum nach dem 22. Februar liegen dem Land bislang keine verlässlichen Informationen vor.

Wer wird zuerst geimpft?

Der erste Hoffnungsträger im Kampf gegen das Coronavirus hat einen sperrigen Namen: BNT162b2. So heißt der Corona-Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer.

Bei dem ersten Präparat handelt es sich um einen sogenannten mRNA-Impfstoff. Er kann zwar wesentlich schneller als konventionelle Impfstoffe produziert werden, muss jedoch bei minus 70 Grad gelagert werden. Daher spielen auch die Impfzentren bei der Logistik eine so große Rolle.

Allerdings könnte das einfacher werden: Wie aus aktualisierten Handlungsempfehlungen von Biontech hervorgeht, kann der Impfstoff auch schon als fertige Dosis in der Spritze bis zu sechs Stunden bei 2 bis 8 Grad transportiert werden. Somit wären Impfungen außerhalb der Impfzentren, die nicht von mobilen Impfteams durchgeführt werden, weinfacher möglich.

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