Corona-Live-Ticker: Omikron-Verdachtsfälle auch in NRW

  • Omikron-Verdachtsfälle nun auch in NRW
  • Niederlande melden 13 Omikron-Fälle unter Reiserückkehrern
  • Moderna arbeitet schon an Omikron-Impfstoff
  • Steinmeier: "Kontakte reduzieren, damit Schulen offen bleiben"
  • Grünen-Politiker Dahmen will keine vollen Stadien mehr
  • Omikron-Patienten bisher nicht schwer erkrankt
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker
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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Omikron-Verdachtsfälle in Essen und Düsseldorf

Zu sehen sind ein Coronavirus-Modell und der Schriftzug 'Omikron' | Bildquelle: WDR/imago images/Steinach

Hat die Omikron-Variante nun auch NRW erreicht? Zumindest gibt es erste Verdachtsfälle. Wie ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums dem WDR bestätigte, werden mindestens je ein Fall aus Essen und aus Düsseldorf durch eine Sequenzierung untersucht. Ein Ergebnis werde wohl frühestens am Montag vorliegen. Ob die Personen aus Südafrika nach NRW eingereist waren. konnte der Sprecher nicht sagen.

Das Ministerium habe die Gesundheitsämter in Nordrhein-Westfalen bereits darüber informiert, dass auch für vollständig geimpfte Personen Quarantäne angeordnet werden soll, wenn Kontakt zu einer Person mit der Omikron-Variante bestand.

20.24 Uhr: Bundeswehr-General soll Corona-Krisenstab leiten

Der von der künftigen Ampel-Koalition geplante Corona-Krisenstab könnte bereits in den nächsten Tagen und damit noch vor Amtsantritt der Regierung aus SPD, Grünen und FDP seine Arbeit aufnehmen. Mit Blick auf die Corona-Bekämpfung sagte FDP-Chef Christian Lindner am Sonntagabend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt": "Dazu wird es in der nächsten Woche ja einen Krisenstab geben. An der Spitze wird ein deutscher General stehen."

Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Montag) ist für die Leitung des Stabes Generalmajor Carsten Breuer im Gespräch. Der 56-Jährige ist Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, das für Einsätze der Streitkräfte im Inland zuständig ist.

19.47 Uhr: Südafrika kündigt Impfpflicht für bestimmte Bereiche an - Kritik an Reisebeschränkungen

Nach der Entdeckung der Omikron-Virusvariante sowie einem ungewöhnlich starken Anstieg der Neuinfektionszahlen verschärft Südafrika seine Corona-Maßnahmen. Präsident Cyril Ramaphosa stellte am Sonntagabend in einer TV-Rede unter anderem eine Impfpflicht für bestimmte Bereiche vor, die aber noch bestimmt würden.

Trotz weiterer Versammlungs-Restriktionen zum Jahresende ließ er die bisherige niedrige Alarmstufe zunächst bestehen. Er kritisierte die zahlreichen Reise-Restriktionen gegen Südafrika als wissenschaftlich unbegründet und rief zur Aufhebung auf.

18.45 Uhr: Spiegel fordert umgehend strengere Maßnahmen

Anne Spiegel (Grüne) | Bildquelle: Sebastian Gollnow/dpa/picture alliance

Die designierte neue Bundesfamilienministerin Anne Spiegel von den Grünen plädiert für umgehend schärfere Einschränkungen. "Das Gesundheitssystem kommt ganz klar an seine Grenzen", sagte Spiegel im ARD-"Bericht aus Berlin". "Deshalb müssen wir dringend handeln." Es brauche mehr Kontaktbeschränkungen. "Meines Erachtens reichen die jetzigen Maßnahmen, die wir ergriffen haben, nicht aus", sagt die derzeitige rheinland-pfälzische Umweltministerin. Schulen und Kitas allerdings sollten so weit wie möglich offen bleiben.

18.25 Uhr: Von der Leyen - Hersteller können Impfstoff in 100 Tagen anpassen

Ursula von der Leyen | Bildquelle: dpa

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat angesichts der neuen Coronavirus-Variante zu Vorsorgemaßnahmen und raschem Handeln aufgerufen. "Wir nehmen diese Omikron-Variante sehr ernst und wissen, dass wir uns jetzt in einem Wettlauf gegen die Zeit befinden", sagte sie am Sonntag bei einem Besuch in Lettland. Höchste Priorität habe jetzt Abstand halten, Kontakte reduzieren und so viel wie möglich impfen und auffrischimpfen. 

Nach Angaben von der Leyens stehe die EU in Sachen Impfstoff "auf der sicheren Seite". Der Vertrag mit Biontech/Pfizer über den Kauf von bis zu 1,8 Milliarden Corona-Impfstoff beinhalte demnach eine Klausel, wonach die Hersteller den Corona-Impfstoff innerhalb von 100 Tagen an neue Mutationen anpassen können.

17.52 Uhr: Schweizer Corona-Maßnahmengegner scheitern bei Votum zu 3G-Zertifikat

Bei einer Volksabstimmung über das Schweizer Covid-Zertifikat haben Corona-Maßnahmengegner eine deutliche Niederlage erlitten. Nach Auszählung aller Kantone unterstützten am Sonntag 62 Prozent der Wählerinnen und Wähler den 3G-Nachweis, der in der Gastronomie, bei Veranstaltungen und in Freizeiteinrichtungen vorgezeigt werden muss. Die rechtskonservative SVP hatte gemeinsam mit mehreren anderen Gruppierungen das Referendum gegen den Covid-Pass unterstützt.

17.30 Uhr: Omikron-Verdachtsfall in Hessen bestätigt

In Hessen ist ein Fall der neuen Coronavirus-Variante Omikron nachgewiesen worden. Die Sequenzierung habe die Variante bei dem am Samstag bekanntgegebenen Verdachtsfall bestätigt, teilte Hessens Sozialminister Kai Klose am Sonntagmittag auf Twitter mit. Das Sozialministerium bestätigte die Angaben. Zunächst hatte es geheißen, dass erst am Montag mit dem Ergebnis zu rechnen sei.

17.15 Uhr: Niederlande melden mindestens 13 Omikron-Fälle unter Südafrika-Rückkehrern

Unter den 61 am Flughafen Amsterdam positiv auf das Coronavirus getesteten Reisenden aus Südafrika seien mindestens 13 Omikron-Infizierte, teilten die niederländischen Gesundheitsbehörden am Sonntag mit. Die Auswertung der Tests sei aber noch nicht abgeschlossen, weitere Fälle der neuen Virusvariante seien möglich.

Von rund 600 Südafrika-Rückkehrern waren 61 positiv auf das Coronavirus getestet und in einem Quarantänehotel nahe dem Flughafen untergebracht worden. Nach Angaben der niederländischen Gesundheitsbehörden kamen die Passagiere mit zwei Flügen aus Südafrika an. Reisende hatten von chaotischen Szenen bei den Tests am Amsterdamer Flughafen Schiphol berichtet. Die Passagiere warteten demnach stundenlang in einem unbelüfteten Raum, teilweise ohne Mund-Nasen-Schutz, auf die Corona-Tests.

16.38 Uhr: Sächsische Kirchen werden Impfzentrum

In der Dresdner Frauenkirche wurde geimpft | Bildquelle: imago/Arnulf Hettrich

Bei der Corona-Impfaktion der sächsischen Kirchen in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) zum ersten Advent haben sich zahlreiche Menschen am Sonntag impfen lassen. "Es hat überall gut funktioniert, die Online-Tickets waren schon nach anderthalb Stunden weg, es gab keine Schwierigkeiten", sagte Tabea Köbsch von der evangelischen Landeskirche. An sechs kirchlichen Orten, darunter die Nikolaikirche in Leipzig und die Frauenkirche in Dresden, verabreichten Ärzte den Impfstoff von Biontech/Pfizer als Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfung.

16.20 Uhr: Moderna entwickelt schon Omikron-Impfstoff

Der Impfstoffhersteller Moderna hat bereits mit der Arbeit an einem Impfstoff gegen die Omikron-Variante begonnen. Hunderte seiner Mitarbeiter hätten nach ersten Veröffentlichungen zur Mutante damit angefangen, an einer Anpassung des Corona-Impfstoffs zu arbeiten, sagte der medizinische Chef des Pharmakonzerns, Paul Burton, in einem BBC-Interview.

15.49 Uhr: Warnung vor digital überwachten Selbsttests

Mit Blick auf die 3G-Pflicht am Arbeitsplatz hat das Gesundheitsministerium in NRW vor digital überwachten Selbsttests gewarnt. Die auf diesem Wege ausgestellten Zertifikate seien ungültig, betonte das Ministerium am Sonntag. Nur Tests, die vor Ort durch Dritte gemacht oder überwacht werden, könnten mit einem 3G-fähigen Zertifikat bestätigt werden.

Es sei sogar eine Ordnungswidrigkeit, Ergebnisse eines digitalen Tests etwa bei Zugangskontrollen zu verwenden. Nachweise dürften nur vorgesehene Teststellen oder Arbeitgeber ausstellen, die sich für die sogenannte Beschäftigtentestung registriert haben. Geschultes Personal kann vor Ort einen Abstrich nehmen oder einen Selbsttest beaufsichtigen. "Digitale Beobachtungen bei Selbsttestungen erfüllen diese Anforderung nicht und berechtigen nicht zur Ausstellung eines Testnachweises", so das Gesundheitsministerium. Seit 24. November gilt 3G am Arbeitsplatz. Demnach müssen Mitarbeiter vorweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind.

15.11 Uhr: Dahmen fordert Verbot von Großveranstaltungen

Janosch Dahmen, Gesundheitsexperte der Grünen | Bildquelle: WDR/privat

Janosch Dahmen, Gesundheitsexperte der Grünen, hat ein sofortiges Verbot sportlicher Großveranstaltungen gefordert. "Bei diesen hohen Infektionszahlen und vor dem Hintergrund neuer und besorgniserregender Mutationen sind sie insbesondere ohne Masken und ausreichend Abstand einfach zu gefährlich“, sagte Dahmen dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). "Wir dürfen die Gesundheit von vielen jetzt nicht bei sorglosen Großveranstaltungen verzocken“, warnte Dahmen.

14.33 Uhr: Bundespräsident fordert: "Kontakte reduzieren, damit Schulen offen bleiben"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier | Bildquelle: AP | Frank Franklin II

Bundespräsident Frank Walter Steinmeier rief alle Bürgerinnen und Bürger auf, einen Lockdown durch einen freiwilligen Verzicht auf Kontakte zu verhindern: In einem Gastbeitrag für "Bild am Sonntag" schrieb er: "Halten wir uns an die Regeln, reduzieren wir noch einmal unsere Kontakte. Tun wir es, damit Schulen und Kitas nicht wieder schließen, damit wir das öffentliche Leben nicht wieder vollständig herunterfahren müssen."

Eindringlich appellierte Steinmeier außerdem an die Menschen, sich impfen zu lassen: "Wir könnten doch so viel weiter sein! Das ist eine bittere, aber notwendige Erkenntnis... Deshalb bitte ich Sie heute noch einmal: Lassen Sie sich impfen und erneuern Sie Ihren Impfschutz rechtzeitig!"

Aus Sicht des SPD-Gesundheitspolitikers Karl Lauterbach, der als künftiger Bundesgesundheitsminister gehandelt wird, reicht der freiwillige Verzicht, Freunde und Bekannte nicht mehr zu treffen, allein nicht aus. "Wir sind jetzt an einem Punkt, wo wir mehr als freiwillige Kontaktbeschränkungen brauchen", schreibt Lauterbach auf Twitter. "Wir haben viel Zeit verloren."

13.08 Uhr: Erste Bilanz der 3G-Kontrollen bei der Bahn

Bei der Bahn hat es seit Mittwoch insgesamt 40 Zugverweise wegen Verstößen gegen die 3G-Regel gegeben. Ein Bahn-Sprecher sagte, stichprobenartig würden pro Tag rund 20.000 Fahrgäste kontrolliert. Seit Mittwoch gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln in Deutschland die 3G-Regel.

13.00 Uhr: Hochrechnung: Schweizer sagen Ja zum Covid-Gesetz

Covid-19-Gesetz: Stimmberechtigte vor dem Züricher Stadthaus | Bildquelle: KEYSTONE/Michael Buholzer

Heute Mittag endete die Volksabstimmung über das Covid-Gesetz der schweizerischen Regierung. Es ging unter anderem um die Einführung eines Corona-Impfpasses. Selten wurde ein Abstimmungskampf in der Schweiz so emotional geführt. Das Schweizer Covid-19-Gesetz ist laut Hochrechnung per Volksabstimmung angenommen worden. Das genaue Resultat folgt im Laufe des Nachmittags.

Das Covid-19-Gesetz ist seit September 2020 in Kraft und wurde mehrmals der aktuellen Entwicklung angepasst. Unter anderem sieht es finanzielle Verbesserungen für Unternehmen, Selbstständige und Arbeitslose vor, die wegen der Pandemie finanzielle Verluste hinnehmen mussten. Gegen diese Anpassungen war das Instrument des Referendums ergriffen worden. Die Gegner sammelten binnen kurzer Zeit fast 190.000 Unterschriften. Sie sprechen von einem "indirekten Impfzwang". Das Referendum zielte symbolisch auf die gesamte Corona-Politik der Schweizer Regierung, des Bundesrates. Die rechtspopulistische SVP unterstützte es als einzige Partei.

12.41Uhr: Corona verdirbt Einzelhändlern Auftakt des Weihnachtsgeschäfts

Die neue Corona-Welle hat vielen Einzelhändlern den Start in die wichtigste Geschäftsphase des Jahres verdorben. Mit den Umsätzen im bisherigen Weihnachtsgeschäft sind nur 20 Prozent von 350 befragten Unternehmen zufrieden, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) heute mitteilte. Die Folgen der Verschärfung der Coronakrise hätten in der Woche bis zum ersten Advent den Einzelhandel erreicht, erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Rund 60 Prozent der Handelsunternehmen berichten von weniger Kunden als im Vorjahr.

11.54 Uhr: Söder fordert "Notpaket für Deutschland"

Vor dem Hintergrund steigender Corona-Infektionen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) von der künftigen Bundesregierung drastische Maßnahmen gegen die vierte Corona-Welle gefordert. Man müsse "das ganze Land leider noch stärker herunterfahren", um das Gesundheitssystem zu schützen, sagte Söder der "Augsburger Allgemeinen". Die Warnungen der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina seien "ein Weckruf", es brauche jetzt "konsequente Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, einen Lockdown für Hotspot-Regionen, Masken in allen Schulen und Fußballspiele ohne Zuschauer".

11.33 Uhr: Impfaktion auf Lübecker Flughafen gestoppt

Die Behörden in Lübeck haben am Wochenende eine womöglich illegale Impfaktion auf dem Flughafen der Hansestadt beendet. Es besteht nach Polizeiangaben der Verdacht, dass das verabreichte Vakzin nicht zugelassen und die Aktion damit strafbar ist. Vor Eintreffen von Polizei und Ordnungsamt waren offenbar 50 Menschen geimpft worden. 230 Impfwillige warteten noch in und vor der Abfertigungshalle. Berichten zufolge gehört der Flughafen einem Mediziner, der nach eigenen Angaben einen Impfstoff entwickelt hat. Dass dieses Mittel gestern verimpft wurde, hat die Polizei nicht bestätigt.

11.17 Uhr: Drosten rät zu Schnelltests für Geimpfte nur bei Symptomen

Der Virologe Christian Drosten hält 2G-Plus-Regelungen - also die zusätzliche Testung für Geimpfte und Genesene - im privaten und öffentlichen Bereich nur für bedingt sinnvoll. "Eine blinde Testung bei gesunden Geimpften ist nicht nur logistisch schwierig, sondern möglicherweise auch in ihrer Aussagekraft eingeschränkt", sagte er am Sonntag dem Magazin "Spiegel". Bei Geimpften sei der Einsatz von Tests dann ratsam, wenn Symptome vorliegen.

10.50 Uhr: Anstieg bei Sieben-Tage-Inzidenz abgebremst

Die Infektionszahlen in Deutschland steigen nicht mehr so stark wie in den vergangenen Tagen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete einen Anstieg von 444,3 auf 446,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Vor allem in Sachsen ist diese Sieben-Tage-Inzidenz besonders hoch: Den höchsten Wert verzeichnet der Erzgebirgskreis mit 2.021,9 Neuinfektionen.

In NRW sinkt die Inzidenz erstmals seit Beginn der vierten Welle: von 278,5 auf 276,4 landesweit. Regional gibt es deutliche Unterschiede: im Oberbergischen Kreis ist die Inzidenz am höchsten (408,9), im Landkreis Coesfeld am niedrigsten (171,3).

10.17 Uhr: Israel verbietet Ausländern wegen Omikron die Einreise

Aus Sorge vor einer Ausbreitung der Corona-Variante Omikrom verbietet Israel ausländischen Staatsbürgern die Einreise. Das dortige Corona-Kabinett habe heute eine Reihe anderer Maßnahmen beschlossen, um die neue Mutante einzudämmen, hieß es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums. Demnach landen 50 afrikanische Länder auf einer "Roten Liste", alle Reiserückkehrer mit israelischem Pass müssen in Quarantäne. Der Staat könne zudem auf die umstrittene Handyortungstechnologie des Inlandsgeheimdiensts Schin Bet zugreifen, um Kontakte von Personen zurückzuverfolgen, bei denen eine Infektion mit der neuen Corona-Variante nachgewiesen wurde.

09.06 Uhr: Regionale Ärzteverbände für Impfpflicht

Die Ärztekammer Westfalen-Lippe appelliert an die Politik, eine Covid-19-Impfpflicht für alle über 16-Jährigen zu beschließen, bei denen keine medizinische Gründe gegen die Impfung vorliegt. Dies sei als letzte Maßnahme erforderlich, "sofern alle anderen Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung nicht mehr ausreichten und die vielfältigen Bemühungen, eine hohe, die Herdenimmunität sichernde Impfquote in der Bevölkerung zu erreichen, gescheitert seien", erklärte das regionale Parlament der Ärzteschaft auf seiner Versammlung gestern in Münster.

08.29 Uhr: Bisher milde Verläufe bei Omikron-Patienten

Nach Angaben des südafrikanischen Ärzteverbands sind die bislang festgestellten Infektionen mit der Corona-Variante Omikron nicht schwerwiegend. Die meist jüngeren Patienten klagten in der Regel lediglich über Gliederschmerzen und erhebliche Müdigkeit. Man müsse sich aber Sorgen machen, dass die neue Variante ältere Menschen viel härter treffen könne, die an Diabetes oder Herzkrankheiten litten. Grundsätzlich befänden sich die Untersuchungen zu der Variante noch in einem sehr frühen Stadium.

08.15 Uhr: Weltärztepräsident fordert Frist für Impfschutz

Der Vorsitzende des Weltärztebundes fordert eine Befristung des Impfstatus. "Jede Impfung muss ein Verfallsdatum bekommen", sagte Frank Ulrich Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wenn eine Impfung länger zurückliege, falle der Geimpfte dann automatisch wieder zurück in den Status des Ungeimpften. Wer sich boostern lasse, gelte wieder als geimpft.

07.50 Uhr: Impfstoff wird nach Ansturm auf Arztpraxen knapp

Inzwischen machen deutschlandweit 100.000 Ärzte bei den Impfungen mit und bestellen damit Impfstoff. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein sagt, dass der Bund nach eigenen Angaben etwa die Hälfte der Biontech-Bestellungen nicht bedienen könne. Viele Praxen würden in der kommenden Woche also weniger Impfstoff erhalten, als sie bestellt haben. Dabei ist gerade jetzt die Nachfrage nach Impfungen kaum mehr zu bewältigen, das Telefon stehe nicht mehr still, berichtet ein Arzt in Münster dem WDR. Er hatte wie viele andere Ärzte in Nordrhein-Westfalen auch am ersten Adventssamstag seine Praxis für einige Stunden geöffnet. Auch das Impfzentrum Ibbenbüren berichtet von zu wenig vorhandenen Impfdosen. Ärzte mussten Wartende für eine Erstimpfung wieder wegschicken.

07.01 Uhr: Kutschaty fordert Corona-Krisenstab für NRW

SPD-Landesparteichef Thomas Kutschaty hat für Nordrhein-Westfalen einen festen Corona-Krisenstab verlangt. "Wir dürfen uns nicht immer von neuen Varianten überraschen lassen, sondern müssen die Dynamik des Virus endlich stärker als bisher mit einplanen", forderte Kutschaty auch angesichts der Omikron-Variante. Mitglieder des früheren NRW-Corona-Expertenrats kritisierten die Landesregierung. Ihr Rat im Sommer - Vorkehrungen für eine mögliche vierte Welle im Herbst und Winter zu treffen - sei nicht befolgt worden.

06.30 Uhr: Niederlande gehen in den abendlichen Lockdown

Menschenleer: Straße in Amsterdam | Bildquelle: Peter Dejong/AP/dpa

In den Niederlanden tritt wegen steigender Infektionszahlen ein abendlicher Lockdown in Kraft. Jeweils ab 17 Uhr müssen dort Geschäfte, Restaurants und Kneipen sowie Sportclubs schließen. Die Ausnahme sind Supermärkte. Die Maßnahmen in den Niederlanden sollen zunächst für zwei Wochen gelten.

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