Jenseits der Landesgrenze: Sind Osterausflüge eine gute Idee?

Von Chris Hulin

Langes Wochenende, schönes Wetter, das macht Lust auf eine kleine Auszeit am Osterwochenende. Was geht, ohne die Corona-Bestimmungen zu verletzen? Ein Blick über die NRW-Landesgrenzen.

Es wird zwar kühler an Ostern, aber die Sonne wird über NRW zu sehen sein. Perfektes Ausflugswetter also - wäre da nicht Corona. In ganz Deutschland gilt nach wie vor ein Beherbergungsverbot, die hohen Inzidenzwerte verhindern Lockerungen. Wie sind die Regelungen jenseits der Landesgrenzen? Ein Überblick.

Rheinland-Pfalz

Im südlichen Nachbar-Bundesland gelten - wie überall sonst - die AHA-Regeln, aber immerhin hat die Außengastronomie geöffnet. Wer einkehren möchte, muss allerdings vor Ort einen Selbsttest machen. Ist der negativ, dürfen Gäste Platz nehmen.

Auch das Arp-Museum im Bahnhof Rolandseck in Remagen beispielsweise ist wieder geöffnet. Wer hin will, braucht einen vorab gebuchten Termin, aber keinen negativen Test.

Grundsätzlich aber dürften Besuchermassen aus NRW wohl nicht auf ungeteilte Freude treffen, denn auch die rheinland-pfälzische Landesregierung möchte steigende Infektionszahlen unbedingt vermeiden.

Belgien muss leider warten

Pflanzen im Hohen Venn | Bildquelle: Paulus Müller

Barbara Buchholz, Pressereferentin von Belgien-Tourismus-Wallonie, macht unmissverständlich klar: Zwar haben in Belgien Hotels geöffnet - aber nur für Belgier. Zudem gilt bis zum 25. April ein verschärfter Lockdown. Ein- und Ausreisen sind nicht erlaubt, bis auf sogenannte "essenzielle Reisen" sind möglich.

Buchholz rät auch von Osterwanderungen im Hohen Venn ab. Dort sei es häufig total überlaufen.

Holland ist keine Alternative

Zwar darf man 30 Kilometer weit ohne negativen Test in die Niederlande einreisen, könnte also theoretisch Roermond oder Venlo besuchen. Aber Geschäfte und Gastronomie seien geschlossen, so WDR-Niederlande-Korrespondent Ludger Kazmierczak. Zudem gilt eine nächtliche Ausgangssperre - und zwar auch für die Autobahn.

Niedersachsen

Im nördlichen Nachbar-Bundesland werden die Regeln über die Feiertage eher verschärft. So gilt etwa in Osnabrück eine nächtliche Ausgangssperre. Im Küstenort Butjadingen bei Wilhelmshaven gilt sogar ein Betretungsverbot für touristische Hotspots. Wer trotzdem hinfahren will, sollte sich vorher die Regeln genau ansehen.

Hessen

Auch in Hessen, das im Sauerland an NRW grenzt, gelten strenge Regeln. Wandern und Radfahren sind zwar erlaubt. Gastronomie und Museen bleiben aber zu.

Österliche Tristesse?

Wie man's nimmt. Man darf zwar in NRW nicht essen gehen, aber man darf es sich liefern lassen. Und auch wenn Partys und Feiern verboten sind, dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen, gern als Spaziergänge an der frischen Luft. Denn eines ist sicher: Das Coronavirus nimmt an Ostern keine Auszeit.