Über die A42-Brücke zwischen Essen und Bottrop dürfen keine LKW mehr fahren. Dafür sorgt bald eine Schrankenanlage, die gerade aufgebaut wird.

Marode A42-Brücke im Ruhrgebiet: Schranken stoppen schwere Lkw

Stand: 04.04.2024, 13:25 Uhr

Eine Schranken- und Wiegeanlage soll verhindern, dass zu schwere Fahrzeuge über die marode A42-Brücke im Ruhrgebiet fahren. Schon nach wenigen Tagen zeigt sich: Die Anlage hat gut zu tun.

Langsam rollen Autos, Transporter, kleinere Lkw und Co. auf die A42-Brücke zwischen Bottrop und Essen zu. Bevor es über die Brücke geht, müssen alle durch die neue Schranken- und Wiegeanlage. Jedes einzelne Fahrzeug wird gewogen. Nur wenn es weniger als 3,5 Tonnen wiegt, darf es weiter.

Schwerere Fahrzeuge werden großräumig umgeleitet. Trotzdem versuchen immer wieder Fahrer, über die Brücke zu kommen. "In Fahrtrichtung Kamp-Lintfort werden derzeit täglich etwas über 200 Fahrzeuge abgeleitet", sagt die Autobahn GmbH. Das heißt: die Schranke geht runter, das Fahrzeug muss abfahren, es folgt ein Bußgeld. In Richtung Dortmund gibt es noch keine belastbaren Zahlen. Dort ist die Anlage erst seit Gründonnerstag im Einsatz.

Schrankenanlage stoppt zu schwere Fahrzeuge

In Richtung Kamp-Lintfort ist die Anlage immerhin schon seit Mitte März in Betrieb. Trotzdem noch recht neu. Die Autobahn GmbH geht deshalb davon aus, dass sich die Fahrer noch daran gewöhnen. Aber auch nach einer gewissen Gewöhnungszeit werde es wohl noch viele Fälle geben. Von Fahrern, die nicht auf die Verbotsschilder achten. Oder solchen, die es trotz Verbot versuchen.

Marode A42-Brücke: Schranken stoppen LKW

WDR Studios NRW 04.04.2024 00:43 Min. Verfügbar bis 04.04.2026 WDR Online


Auf der A43 bei Herne gibt es schon seit gut zwei Jahren eine solche Anlage, bekannt im ganzen Ruhrgebiet. Trotzdem fischen auch hier die Waagen und Schranken jeden Tag noch rund 100 zu schwere Fahrzeuge heraus.

A42-Brücke bleibt für LKW gesperrt

Die A42-Brücke über den Rhein-Herne-Kanal ist marode. Bei einer Routinekontrolle hatten Ingenieure Risse an den Hängern festgestellt, die die Fahrbahn der Brücke halten. Bei genaueren Kontrollen im Dezember wurden noch mehr Risse gefunden, die Brücke daraufhin monatelang gesperrt.

Das Verbot für zu schwere Fahrzeuge soll verhindern, dass die Brücke weiter beschädigt wird, Sensoren überwachen durchgehend ihren Zustand. Klar ist: Über die Brücke werden nie wieder Fahrzeuge über 3,5 Tonnen fahren können. Ein Neubau ist in Planung, wird aber noch Jahre dauern.

Unsere Quellen:

  • Autobahn GmbH
  • WDR-Recherche