RWTH Aachen-Gebäude: Krebserregender Stoff entdeckt

Stand: 18.03.2024, 08:49 Uhr

In einem Gebäude der RWTH Aachen ist ein krebserregender Stoff nachgewiesen worden. Jetzt wurden Proben genommen.

Bei einer routinemäßigen Überprüfung im Februar hat die Hochschule erfahren, dass in einem ihrer Gebäude eine hohe Last Benzo[a]pyren nachzuweisen ist. Der Stoff kommt unter anderem in Steinkohleteer vor und entsteht zudem, wenn natürliche Stoffe nicht vollständig verbrennen. Man findet ihn zum Beispiel im Rauch von Auto- und Industrieabgasen, aber auch in Zigarettenrauch.

Am Wochenende haben Experten nun die Belastung an der RWTH gemessen und Proben genommen. Sie werden jetzt ausgewertet.

Halle geschlossen

Der Stoff wurde in der in den 70-er Jahren erbauten Halle vor allem in den Bodenplatten gefunden, mit denen ein großer Teil des Erdgeschosses belegt ist. Rund 30 Mitarbeiter hatten in der Halle gearbeitet bevor sie geschlossen wurde. Sie sind von Gesundheitsexperten der RWTH über die Lage informiert worden und arbeiten jetzt woanders.

RWTH Aachen-Gebäude: Krebserregender Stoff entdeckt

WDR Studios NRW 18.03.2024 00:43 Min. Verfügbar bis 18.03.2026 WDR Online


Ausmaß wird überprüft

Derzeit prüft die Hochschule, ob noch weitere Gebäude betroffen sind. Denn in den 70er Jahren wurden in vielen Gebäuden ähnliche Bodenplatten eingebaut.

Unsere Quellen:

  • RWTH Aachen
  • Reporter der WDR-Lokalzeit Aachen
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)