Düsseldorf: Denkmal für Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt enthüllt

Von Charlotte Hoffmann

In Düsseldorf wurde am Freitag ein Kunstwerk enthüllt, das der Diskriminierung von Lesben, Schwulen, und trans*-Menschen gedenkt. Vier Bronzefiguren stehen jetzt auf der Rheinwiese.

Mit dem Denkmal will die Stadt Düsseldorf ein Zeichen für Vielfalt und Respekt und gegen Ausgrenzung und Hass setzen.

Bronzefiguren als Zeichen für Widerstand und Gemeinschaft

Vier Bronzefiguren des Künstlers Claus Richter stehen in einem Kreis auf einem Podest. Sie strecken jeweils eine Hand in die Luft und halten sich mit der anderen hinterm Rücken fest. Das Aussehen der Figuren erinnert an ein Kriegerdenkmal – vor allem die Hände der vier Personen, die zur Faust geballt sind oder ein Victory-Zeichen formen.

Für Richter drücken die Figuren auf diese Weise ihren Widerstand, aber auch ihre Gemeinschaft aus. Die Figurengruppe soll repräsentativ für die LSBTIQ+-Community stehen und alle Spektren sexueller und geschlechtlicher Vielfalt symbolisieren.

Ort der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Das Denkmal ist Lesben, Schwulen, Bi-, Queer-, Inter- und Trans-Menschen gewidmet, die insbesondere im Nationalsozialismus Opfer von Verfolgung wurden. Es soll aber auch an die Diskriminierung erinnern, die viele Menschen heute noch erfahren.

Verhülltes Kunstwerk | Bildquelle: WDR / Charlotte Hoffmann

Für die Düsseldorfer Community ist die Einweihung des Denkmals ein großer Schritt, denn die Diskussion darum hat 20 Jahre gedauert. Zur Enthüllung waren auch Mitglieder der LSBTIQ+-Community aus den Partnerstädten Chemnitz und Warschau gekommen.

CSD Düsseldorf beginnt

Im Anschluss an die Enthüllung hat Oberbürgermeister Stephan Keller mit Organisator Kalle Wahle den Christopher Street Day Düsseldorf eröffnet. Am Johannes-Rau-Platz steht eine große Bühne, auf der es unter dem Motto "Solidarität hat viele Farben" das ganze Wochenende über Musik und politische Talks gibt.