Gamescom 2022: Gemeinsam spielen liegt im Trend

02:23 Min. Verfügbar bis 23.08.2023

Gamescom 2022: Gemeinsam spielen liegt im Trend

Stand: 23.08.2022, 13:20 Uhr

Die Gamescom ist die weltweit größte Messe für Computer- und Videospiele. Zwei Jahre fand die Messe aufgrund von Covid-19 nur online statt - dieses Jahr wieder auf dem Messegelände in Köln. Klarer Trend: Das Spielen in Gruppen und mit anderen. 37 Millionen Deutsche begeistern sich für Gaming. WDR-Digitalexperte Jörg Schieb über aktuelle Trends.

Die Gamescom ist wieder da. Bis Sonntag haben alle, die sich für Computer- und Videospiele begeistern können, auf dem Gelände der Messe Köln genügend Möglichkeiten, neue Games auszuprobieren. In puncto Besucherzahlen und Ausstellungsfläche gilt die Gamescom als größte Messe für Computer- und Videospiele weltweit. Die Hersteller präsentieren hier neue Spiele und es gibt neue Trends zu sehen. Entsprechend gespannt sind alle, die Games lieben und daddeln, was es dort Neues zu sehen gibt.

Gamescom: bis Sonntag neue Spiele ausprobieren

Während am Mittwoch nur Fachpublikum zugelassen ist, können Donnerstag bis Sonntag alle interessierten Besucher aufs Messegelände und durch die Hallen strömen. Die Veranstalter rechnen mit hohen Besuchszahlen, denn in den vergangenen zwei Jahren konnte die Gamescom Corona-bedingt ausschließlich online stattfinden - was natürlich nicht dasselbe ist.

Die Gamescom ist die größte Messe für Computer- und Videospiele der Welt

Eins steht hingegen fest: Games sind schon lange nicht mehr nur für wenige Menschen interessant. Über 37 Millionen Deutsche spielen regelmäßig oder wenigstens ab und zu. Viele an der Konsole, besonders viele mit dem Smartphone - etwa unterwegs. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.100 Personen in Deutschland ab 16 Jahren.

Spielen mit anderen immer beliebter

Gaming - eine Sache für Menschen, die es gerne einsam mögen? Dieses Klischee scheint jedenfalls ausgedient. Knapp 9 von 10 Gamern (87 Prozent) spielen zusammen mit anderen, 43 Prozent sogar regelmäßig. Zwei Drittel (67 Prozent) spielen Games im Freundeskreis, mit der Familie oder anderen Bekannten privat zu Hause. 58 Prozent spielen mit anderen Menschen im Netz. Dabei kennen 55 Prozent ihre Online-Spielpartner, 54 Prozent spielen aber online mit Unbekannten.

Jede und jeder Zehnte (10 Prozent) möchte beim Gaming auch neue Menschen kennenlernen. Klarer Trend jedoch: Gaming bringt Menschen zusammen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Kultur oder Herkunft. Dadurch wird auch die Ausprägung der Spielkultur vielfältiger: Die Branche bietet Spiele für jedes Alter und jeden Geschmack an. Es gibt nicht (mehr) "die" Gaming-Szene.

Games: Seit der Pandemie noch beliebter

Corona hat das Interesse am Gaming beflügelt. Seit Beginn der Pandemie ist die Zahl der Gamer laut Branchenverband deutlich angestiegen. Während im Jahr 2019 rund 4 von 10 Menschen in Deutschland (43 Prozent) angaben, zumindest hin und wieder Video- oder Computerspiele zu spielen, ist es heute mit 54 Prozent die Mehrheit der Gesellschaft. Frauen (54 Prozent) und Männer (54 Prozent) spielen gleichermaßen.

Die Mehrheit der Deutschen spielt mehr oder weniger regelmäßig

Besonders stark ist die Zahl der Gamer zwischen 50 und 64 Jahren gewachsen: Spielten im vergangenen Jahr erst 40 Prozent der Menschen in diesem Alter Games, sind es in diesem Jahr bereits 54 Prozent. Unter den Älteren ab 65 Jahren spielen 18 Prozent.

Hersteller zeigen ihre neuesten Spiele

Am beliebtesten sind wie nach wie vor einfache Gelegenheitsspiele wie Puzzle- oder Kartenspiele, sogenannte "Casual Games". Aber auch Strategie-, Management- und Aufbauspiele wie "Anno 1800" oder "Age of Empires" (69 Prozent) erfreuen sich großer Beliebtheit. Sechs von zehn Spielern spielen auch Fitness- und Bewegungsspiele , die seit der Corona-Pandemie beliebter sind.

Die Hersteller werden auf der Gamescom ihre neuesten Spiele zeigen - auch Games, die sich noch in der Entwicklung befinden.

Über den Autor

Jörg Schieb, WDR-Digitalexperte.

WDR-Digitalexperte Jörg Schieb

Jörg Schieb, Jahrgang 1964, ist WDR-Digitalexperte und Autor von 130 Fachbüchern und Ratgebern. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Digitalisierung und deren Auswirkungen auf unseren Alltag.

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