Ein Krankenwagen fährt mit Blaulicht eine Straße entlang.

Für Ukrainer in Deutschland: Wie bekomme ich im Notfall Hilfe?

Stand: 29.03.2022, 06:00 Uhr

Wir beantworten Fragen für Ankommende und Helfende - auf Ukrainisch und Deutsch. Hier: Wie bekomme ich im Notfall Hilfe?

Ukrainerinnen und Ukrainer, die in Deutschland ankommen, sind hier vor dem Krieg in ihrem Heimatland in Sicherheit. Trotzdem kann es Situationen geben, in denen sie schnell Hilfe benötigen. Dafür gibt es in Deutschland mehrere Möglichkeiten. Sie sind immer kostenlos.

Rettungsdienst

Wenn eine Person in einer akuten, vielleicht sogar lebensbedrohlichen gesundheitlichen Lage ist, dann können Ukrainer den Rettungsdienst anrufen. Die Telefonnummer ist 112. Wichtig ist, dass am Telefon kurz auf Englisch oder Deutsch erklärt wird, worum es geht und wo der Krankenwagen hinkommen soll. Innerhalb von wenigen Minuten sind die Rettungskräfte in der Regel da.

Daneben gibt es noch den Ärztlichen Notdienst (Tel. 116 117). Ihn können Menschen anrufen, wenn Arztpraxen geschlossen haben – zum Beispiel nachts – und die Situation nicht ganz so akut und dringend ist wie beim Rettungsdienst.

Feuerwehr und Polizei

Wenn ein Feuer ausgebrochen ist oder eine Person zum Beispiel eingeklemmt ist, dann hilft die Feuerwehr. Die Nummer ist die gleiche wie beim Rettungsdienst: 112.

Bei anderen Notfällen ist die Polizei zuständig. Sie ist unter der 110 erreichbar. Zum Beispiel in diesen Fällen:

  • Bei einer Schlägerei oder einem Überfall
  • Bei einem Einbruch
  • Bei einem Unfall
  • Wenn etwas gestohlen wurde
  • Wenn man sich bedroht fühlt

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Wichtig ist, dass all diese Telefonnummern nur angerufen werden, wenn wirklich Hilfe benötigt wird. Nur dann können sich die Einsatzkräfte auf die tatsächlichen Notfälle konzentrieren und schnell reagieren.

Psychologische Hilfe

Viele Ukrainerinnen und Ukrainer haben in den vergangenen Wochen schreckliche Erfahrungen gemacht. Wer Hilfe zur Verarbeitung der Erlebnisse braucht, kann sich beispielsweise an Psychologen wenden.

Wer bei sich oder Menschen in seinem Umfeld bemerkt, dass diese psychologische Hilfe zu spät kommt und Gedanken an Selbstverletzung oder -tötung entstehen, kann sich direkt an Rettungsdienst oder Polizei wenden, um schnell Hilfe zu bekommen.

Bedrohung in Unterkünften

Manchmal kommt es vor, dass sich Menschen in den Erstaufnahmeeinrichtungen oder Sammelunterkünften unsicher fühlen. Hier gibt es verschiedenste Hilfsangebote:

  • Hier listet ProAsyl lokale Beratungsstellen für Ankommende auf:

  • Das Hilfe-Telefon für geflüchtete, von Gewalt bedrohten Frauen: Tel. 08000 116 016

  • Informationen und Hilfe für schwangere Frauen aus der Ukraine gibt es hier gesammelt in ukrainischer Sprache:

  • Kontakt zu "Queer Refugees Deutschland" für lesbische, schwule, bisexuelle, transgeschlechtliche und intersexuelle Menschen, die sich wegen ihrer Sexualität im Kontext mit der Flucht besonders bedroht fühlen.

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