Hunderttausende auf der Straße - was kann es bewirken?

01:56 Min. Verfügbar bis 22.01.2026

Demos gegen Rechtsextremismus: Termine in NRW im Überblick

Stand: 07.02.2024, 10:28 Uhr

In vielen Städten in NRW und auch in anderen Teilen Deutschlands wird in diesen Tagen weiter gegen Rechtsextremismus, Rassismus und das Erstarken der AfD demonstriert. Ein Überblick.

Die Protestbewegung gegen Rechtsextremismus geht weiter. Auch für diesen Montag sind in NRW-Städten Demonstrationen angemeldet, bei denen Menschen gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Demokratiefeindlichkeit und das Erstarken der AfD auf die Straße gehen wollen. Am Wochenende demonstrierten wieder viele tausende Menschen.

Nach dem aktuellen ARD-DeutschlandTrend haben 72 Prozent der Teilnehmenden an der repräsentativen Umfrage Verständnis für die Demonstrationen gegen Rechtsextremismus. 21 Prozent lehnten sie ab.

Bereits in den vergangenen Wochen waren Hunderttausende Menschen auf die Straßen gegangen. Allein in Düsseldorf nahmen am vergangenen Samstag mehr als 100.000 Menschen an der Demo teil. Der Kampagnen Verein Campact hat eine Übersicht erstellt, bei der Organisatoren ihre Demos auch anmelden können.

Hier gibt es in NRW Demonstrationen gegen Rechtsextremismus:

Mittwoch, 7. Februar

  • Bad Honnef: 14 Uhr, Rheinbreitbacher Graben und Rommersdorfer Straße
  • Ostbevern: 18 Uhr,  Kinder- und Jugendcafé

Samstag, 10. Februar

  • Werne: 13.30 Uhr, Marktplatz

  • Fröndenberg: 11 Uhr, Marktplatz

Freitag, 16. Februar

  • Geilenkirchen: 17 Uhr, Marktplatz
  • Münster: 17 Uhr, Prinzipalmarkt

Samstag, 17. Februar

  • Rheinberg: 14 Uhr, Marktplatz

Dienstag, 27. Februar

  • Lemgo: 15 Uhr, Marktplatz

Hinweis: Diese Auflistung von Kundgebungen in NRW erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Viele Demo-Veranstalter und Unterstützer

Zu den Demonstrationen aufgerufen haben häufig Bündnisse mehrerer Initiativen oder Organisationen. Außerdem haben sich in vielen Fällen Vereine, Parteien und Kirchengemeinden den Aufrufen angeschlossen. Teilnehmende sollten sich im Zweifelsfall immer darüber informieren, wer die jeweiligen Veranstalter sind und ob deren Ansichten mit den eigenen Werten vereinbar sind.

In den vergangenen Wochen kamen zu den jeweiligen Demos mal Hunderte, mal Tausende, mal Zehntausende Menschen. Warum sich die Zahlen am gleichen Ort unterscheiden können, erklären wir hier:

Auslöser: Pläne über Vertreibung von Menschen

Auslöser für die Proteste ist ein Bericht des Recherchenetzwerks Correctiv über das "Potsdamer Treffen" des rechtsextremen Gründers Mörig, an dem auch einzelne AfD- und CDU-Politiker teilgenommen haben. Im November 2023 hatten die Teilnehmenden unter anderem über Pläne diskutiert, wie die massenhafte Vertreibung von unerwünschten Menschen aus Deutschland möglich sein könnte.

Unsere Quellen:

  • Mitteilungen der Demo-Veranstalter
  • Mitteilungen von Unterstützern der Demos wie Verdi, DGB und SPD
  • Nachrichtenagentur dpa