23. August 1910 - Italiens Fußball-Idol Giuseppe Meazza wird geboren

Giuseppe Meazza

23. August 1910 - Italiens Fußball-Idol Giuseppe Meazza wird geboren

Giuseppe Meazza ist der erste Star im italienischen Fußball. "Er kam aus einer armen Familie, hatte nicht studiert, aber durch den Fußball ist er berühmt geworden. Viele Italiener träumten davon, ihm nachzueifern", schreibt Mauro Colombo in seinem Buch über den Ballkünstler.

Giuseppe Meazza, ital. Fußballidol (Geburtstag 23.08.1910)

WDR 2 Stichtag 23.08.2020 04:14 Min. Verfügbar bis 21.08.2030 WDR 2


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Meazza, der am 23. August 1910 in Mailand geboren wird, entdeckt früh seine Leidenschaft für Fußball. Er kickt zunächst auf der Straße, ehe er mit 14 Jahren ein Probetraining beim AC Milan absolviert. Abgelehnt mit der Begründung, er sei zu dünn, landet Meazza stattdessen beim Stadtrivalen Inter.

Eine Verbindung, die passt. Dreimal führt er Inter Mailand zur italienischen Meisterschaft, wird zudem dreimal Torschützenkönig der Liga. "Perfekte Ballkontrolle, die Möglichkeit, mit beiden Füßen zu spielen, sein Dribbling, seine ungeheure Schnelligkeit - er war ein Fußballakrobat", schwärmt Colombo.

Werbestar und Lebemann

Das zeigt Meazza auch in der italienischen Nationalmannschaft. Gleich bei seinem Debüt 1930 gegen die Schweiz trifft der 19-jährige Stürmer doppelt. Die Tifosi liegen ihm zu Füßen. Vor der WM 1934 sagt Nationaltrainer Vittorio Pozzo: "Ihn in der Mannschaft zu haben, bedeutet, mit 1:0 anzufangen." Tatsächlich steht die Squadra Azzurra am Ende ganz oben auf dem Treppchen. Vier Jahre später wird Meazza mit Italien ein zweites Mal Weltmeister.

Sein Können macht Meazza zu einem Werbestar - als erster Fußballer hat er einen persönlichen Sponsor. Doch nicht nur auf, auch neben dem Platz gibt der Torjäger gerne Gas, wie sich Colombo erinnert: "Er rauchte, fuhr schnelle Autos, ging gerne tanzen. Ein richtiger Latin Lover."

Autounfall bremst seine Karriere

Mit knapp 28 Jahren hat Meazza im Fußball alles gewonnen, doch dann geht es bergab. Von einem Autounfall 1939 erholt sich der Lebemann nur schlecht. So bleibt Meazza in der Saison 1939/40 ohne Einsätze und verlässt sein geliebtes Inter. Beim Lokalrivalen Milan, bei Juventus Turin und Atalanta Bergamo kommt er trotz vieler Verletzungen noch auf 21 Tore. Aber er ist nicht mehr der Alte, als er 1946 zu Inter zurückkehrt.

Ein Jahr später hängt Meazza seine Fußballschuhe an den Nagel - nach 305 Pflichtspieltoren. Bis 1957 versucht sich Italiens Fußball-Idol noch als Trainer, kommt aber zu der Erkenntnis, kein großer Lehrmeister zu sein.

Auch wenn Meazzas Erfolge lange zurückliegen, kennt die Fußballwelt bis heute seinen Namen. Denn nach seinem Tod 1979 benennt Inter das San-Siro- in Giuseppe-Meazza-Stadion um - als Ehre für seinen bis dato berühmtesten und erfolgreichsten Spieler.

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Stand: 23.08.2020, 00:00