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Porträt des Schriftstellers W.G. Sebald

Memorial für den Schriftsteller W.G. Sebald

Verlust und verschwindende Welten, Kriege und Krisen waren zentrale Themen des deutschen Schriftstellers und Literaturwissenschaftlers W.G. Sebald.

Von Elke Heinemann

Winfried Georg Sebald, 1944 im Allgäu geboren, lehnte seine Vornamen als „Nazi-Namen“ ab und ließ sich lieber Max nennen. 1966 wanderte er nach England aus, wo er später an der Universität von East Anglia lehrte, bis er 2001 im Alter von 57 Jahren bei einem Autounfall starb. Sebald, der erst Ende der 80er Jahre als Lyriker und Erzähler hervortrat und seine Bücher mit eigenen und gefundenen Fotos illustrieren ließ, war für den Literaturnobelpreis nominiert. Er gilt als einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller des späten 20. Jahrhunderts. „Es ist tatsächlich so, dass man trotz aller Katastrophen annehmen muss, dass hinter der nächsten Ecke irgendwelche Wunder sind, mit denen wir nicht gerechnet haben. Deshalb meine ich, dass die Haltung eines Apokalyptikers die verkehrte ist“, sagte Sebald. Elke Heinemann hat sich im krisenreichen Großbritannien an seine Spuren geheftet. In ihren Briefen an den Verstorbenen zitiert sie aus Gesprächen mit Sebalds Freunden und Weggefährten. Historische Tonaufnahmen des Autors runden dieses radiophone Memorial akustisch ab.

Ausstrahlung am 14. Mai 2022 um 12.04 Uhr
Wiederholung am 15. Mai 2022 um 15.04 Uhr

Von: Elke Heinemann
Redaktion: Imke Wallefeld
Produktion: WDR/SR/DLF Kultur 2020