Zerstörtes Windrad im Wald.

Ursache für Windrad-Einsturz in Haltern geklärt

Stand: 23.09.2022, 13:43 Uhr

Ein Jahr nach dem Einsturz eines großen Windrades in Haltern ist jetzt die Ursache dafür geklärt. Schwachstellen in bestimmten Spannbeton-Teilen des Turmes haben zu dem Unglück geführt.

Diese Ursache hat heute der Hersteller Nordex bekanntgegeben. Er stützt sich dabei auf ein Gutachten und weitere Experteneinschätzungen.

Bei den Untersuchungen habe man die Havarie auch in Computer-Modellen nachstellen können. Ein baugleiches, benachbartes Windrad in Haltern wird nun zum Teil abgerissen und saniert.

Insgesamt seien bundesweit 18 baugleiche Anlagen dieses Typs betroffen, die außer Betrieb sind.

Windrad-Einsturz in Haltern

WDR Studios NRW 23.09.2022 00:47 Min. Verfügbar bis 30.09.2022 WDR Online


Windrad bei Haltern eingestürzt

In Haltern am See ist am Mittwochabend ein Windrad umgestürzt. Die rund 240 Meter hohe Anlage war in den umliegenden Wald gekracht. Verletzt wurde niemand.

Nordrhein-Westfalen, Haltern am See: Reste des Turms einer Windenergieanlage stehen im Wald. Das fast 240 Meter hohe Windrad ist in sich zusammengestürzt.

Das umgestürzte Windrad wurde am Mittwochabend gegen 18.30 Uhr von einem Jäger auf einem Hochsitz entdeckt, der daraufhin die Einsatzkräfte verständigte.

Das umgestürzte Windrad wurde am Mittwochabend gegen 18.30 Uhr von einem Jäger auf einem Hochsitz entdeckt, der daraufhin die Einsatzkräfte verständigte.

Nach dem Einsatz von Polizei und Feuerwehr noch am Mittwochabend zeigen Drohnenbilder am Donnerstag das Ausmaß der Zerstörung

Sachverständige machen sich vor Ort ein Bild von der Lage.

Eine benachbarte Anlage gleichen Typs wurde sicherheitshalber abgestellt.

Das Gebiet rund um das eingestürzte Windrad wurde abgesperrt.

Überall liegen die Trümmer des Windrades, das erst in diesem Jahr fertiggestellt wurde.

Die riesigen Trümmerteile liegen teils direkt am Sockel der Anlage, teils im Wald.

Das Windrad vom Hersteller Nordex wurde von den Stadtwerken Haltern und einer Tochter der Ruhrkohle AG betrieben. Sie gehen von 6 Millionen Euro Sachschaden aus.

Haltern Bürgermeister Andreas Stegemann zeigte sich bei einem Besuch der Unglücksstelle entsetzt darüber, dass ein solches Unglück überhaupt möglich ist.

Eigentlich hätte das Windrad am Donnerstag (30.09.2021) offziell eingeweiht werden sollen. Jetzt stehen nur noch die ersten, rund 20 Meter.