An Lenne und Volme: Wassermassen zerstören Waldwege

Allein im märkischen Sauerland an Lenne und Volme schätzen die Förster, dass Waldwege, Bachläufe und Brücken für rund zehn Millionen Euro repariert werden müssen. Aber: Die befürchtete Erd-Erosion an Hängen mit abgestorbenen Fichten ist weitestgehend ausgeblieben.

Auch in den heimischen Wäldern hat das Hochwasser für große Schäden gesorgt. Wassermassen haben Steine und Geröll aus den Bergen herausgerissen. "Normalerweise hält ein Baum schon durch seine Blätter und Zweige viel Wasser fest," erklärt Christof Schäfer, Leiter des Forstbezirkes Nachrodt-Wiblingwerde.

Befürchtete Erdrutsche blieben aus

Bilder von den Schäden im Wald nach der Flut | Bildquelle: WDR/Heinrich Buttermann

Dies kann der Wald auf den Flächen, wo der Borkenkäfer gewütet hat und ganze Bestände abgeholzt werden mussten, nicht mehr erfüllen. Deshalb befürchteten Experten, dass wertvoller Boden mit weggerissen würde. "Ich war schon erleichtert, als ich gesehen habe, dass da alles hält," sagt Christof Schäfer.

Steinbrocken türmen sich auf

"Die Wassermassen haben eindeutig woanders gewütet," zeigt er auf einen kleinen Bachlauf. Eigentlich plätschert hier das Wasser Richtung Tal. Beim Starkregen wurden Steine aus dem Uferbereich herausgerissen und weggespült. Schwere Brocken türmen sich auf, andere sind bis in die Städte gespült worden.

Wo verläuft das Wasser in Zukunft?

Bilder von den Schäden im Wald nach der Flut | Bildquelle: WDR/Heinrich Buttermann

Wie außerhalb der Waldgebiete auch, werden Bachläufe und Waldwege in Zukunft genau untersucht. Wo verläuft das Wasser, wo hat es Hindernisse, wie kann es aufgehalten werden? Jetzt steht erst einmal die Beseitigung der akuten Schäden an. An Brücken, Waldwegen und Bachläufen ist allein im märkischen Sauerland ein Schaden von rund zehn Millionen Euro entstanden, ergaben erste Schätzungen.

Viele Waldwege komplett kaputt

Jetzt hofft Christof Schäfer, dass es so einen heftigen Starkregen zumindest in den kommenden zwei Jahren in der Region nicht noch einmal gibt. Solange braucht der Wald, um die kahlen Flächen wieder zu begrünen und so wieder möglichst viel Wasser durch Blätter, Äste und Wurzelwerk natürlich aufhalten zu können.