Corona-Ticker für Südwestfalen zum Nachlesen (01/21)

Stand: 31.01.2021, 20:00 Uhr

Im Corona-Live-Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus auf dem Laufenden. Hier gibt es ältere Meldungen aus dem Januar 2021 aus Südwestfalen zum Nachlesen.

Zeugnisvergabe in Südwestfalen unterschiedlich

Für fast 150.000 Schülerinnen und Schüler bei uns in Südwestfalen endet heute das erste Schulhalbjahr. Ab Klasse 3 gibt es für sie ein Halbjahreszeugnis. Wegen der Pandemie können die Schulen sie aber nicht wie sonst ausgeben. Deswegen warten die meisten Schülerinnen und Schülern auf die Post.

Zum Beispiel das Berufskolleg am Eichholz oder die Norbertusgrundschule, beide in Arnsberg, haben Zeugniskopien verschickt. Einigen Schulen ist das zu teuer. Sie verschicken - sofern die Eltern einverstanden sind - die Zeugnisse per Mail. Ein anderes Beispiel ist die Grundschule in Arnsberg-Moosfelde. Hier können sich Eltern und Kinder das Zeugnis am Fenster abholen.

(Stand: 29.01.2021)

Bundeswehr hilft in Seniorenheimen

20 Männer und Frauen hat das Soester Gesundheitsamt für den Einsatz geschult. Sie sollen bei Schnelltests helfen und so die Pflegekräfte entlasten. Die Soldatinnen und Soldaten sind aus Wilhelmshaven angereist und wohnen in der Jugendherberge am Möhnesee.

14 Pflegeheime hatten Unterstützung beim Gesundheitsamt angefordert. Gestern schulten Fachkräfte die Soldaten, um fachgerecht Rachenabstriche durch Mund und Nase zu nehmen. Das werden sie jetzt bei Besuchern und Mitarbeitern in Senioreneinrichtungen übernehmen, erstmal bis Mitte Februar.

Pandemie Risiko für Suchtkranke

Die Corona-Pandemie bringt für viele Ex-Alkoholkranke das Risiko, wieder rückfällig zu werden. Das stellen Fachleute von Beratungsstellen und der LWL-Suchtklinik in Warstein fest. Die Alkohlkranken leiden extem unter Einsamkeit, Jobunsicherheit, fehlenden Kultur- und Sportangeboten. Auch darunter, dass Treffen von Selbsthilfegruppen nicht stattfinden.

In der Corona-Krise sei die Suchtgefahr bei vielen labilen Menschen gestiegen. Wer allerdings viele Beschäftigungsmöglichkeiten hat, oft an die frische Luft geht und neue, auch digitale Kommunikationswege nutzt, könne gut durch die Krise kommen, so der Chefarzt der Warsteiner Klinik.

Impfungen für todkranke junge Erwachsene

Der Deutsche Kinderhospizverein in Olpe fordert, dass sich auch todkranke junge Erwachsene schon jetzt gegen Corona impfen lassen können. Viele hätten aufgrund von Vorerkrankungen ein geschwächtes Immunsystem. Eine Infektion könnte tödlich enden, schreibt der Verein in einer Stellungnahme an Bundesregierung und Robert Koch-Institut.

Der Verein fordert auch, dass sich zusätzlich Familien und Betreuer von betroffenen Kindern schneller impfen lassen dürfen. Denn viele hätten aus Angst, ihr Kind anzustecken, den Kontakt auf ein Mindestmaß zurückgefahren.

Überlastung bei Impfterminvergabe

Telefonhotline und Internetseite waren zum Start der Impfterminvergabe stundenlang überlastet. Viele der Impfberechtigten ab 80 Jahren bekamen erstmal keinen Termin. Es wurden Impftermine an über 80-Jährige in Südwestfalen vergeben. Eine genaue Zahl nannte die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe allerdings nicht.

Die KV hat die Betroffenen um Geduld gebeten. Jeder Impfwillige werde drankommen. Allerdings kann es bis in den April dauern bis alle über 80-Jährigen zum ersten Mal geimpft sind.

Notfallseelsorge gestoppt

Hilfe nach dem schrecklichen Ereignis | Bildquelle: picture alliance/dpa

Der Evangelische Kirchenkreis hat seine Notfallseelsorge im Bereich Soest und Lippstadt bis mindestens Mitte Februar eingestellt. Die 30 überwiegend älteren ehrenamtlichen Notfallseelsorger hätten ein hohes Infektions-Risiko, weil sie in ihrem Dienst nicht ausreichend Abstand halten könnten. "Diese Einschränkung ist sehr gravierend", sagt Superintendent Manuel Schillin, "aber gehört eben zu den Folgen von Corona."

Der Kirchenkreis hofft, dass sich das schnellstmöglich ändert. Das hängt auch vom Verlauf der Covid-Pandemie ab. Wenn möglich, sollen vorübergehend die Gemeindepfarrer die Notfallseelsorge zusätzlich übernehmen.  

Viele schwere Corona-Verläufe in Kliniken

Die Zahl der Menschen, die schwer an Corona erkranken, hat in Südwestfalen einen Höhepunkt erreicht. Davon gehen Klinikleitungen aus. Zugleich ist die Versorgung der Patienten schwieriger geworden, weil Ärzte und Pfleger in Quarantäne sind.

In den Kliniken liegen zurzeit (Freitag, 22.01.2021) 300 Patienten, die schwer an Covid-19 erkrankt sind. Fast die Hälfte von ihnen werden im Märkischen Kreis versorgt. Andererseits fehlen in den Märkischen Kliniken 84 Mitarbeiter, weil sie selbst wegen Corona in Quarantäne sind.

Da die Zahl der Infektionen derzeit zurückgeht, hoffen viele Klinikleitungen aber, dass der Gipfel überschritten ist. Das Klinikum Hochsauerland erwartet, dass die vorübergehend eingerichtete zweite Corona-Station bald schon wieder geschlossen werden kann.

Trotz Corona: Lüdenscheid will Stadt beleben

Die Stadt Lüdenscheid will in der Corona-Krise versuchen, die Innenstadt wiederzubeleben. Das Landesheimatministerium unterstützt das mit mehr als 370.000 Euro.

Damit soll zum Beispiel Existenzgründern geholfen werden, leerstehende Ladenlokale zu einem vergünstigten Zinssatz anzumieten. So könnten Pop-Up-Stores, Unverpackt-Läden, kleine Ateliers oder Boutiquen öffnen.

Skigebiete hoffen auf Entschädigungen

Das Land NRW will sich für eine bessere Entschädigung der Skigebiete einsetzen, die wegen der Corona-Krise geschlossen sind. Diese Zusage hat Winterbergs Bürgermeister Beckmann nach einem Gespräch im Wirtschaftsministerium erhalten.

Ziel ist eine Ausnahmeregelung für die 35 Skigebiete im Sauerland und Siegerland. Die Liftbetreiber fordern, die Einnahmen der vergangenen drei Winter zu berücksichtigen.

IHK Siegen: Homeoffice nur selten möglich

Arbeiten im Homeoffice kommt für viele Unternehmen in Südwestfalen nur sehr eingeschränkt in Frage. Darauf weist die Siegener Industrie- und Handelskammer in der aktuellen Diskussion hin.

Demnach bietet sich das Arbeiten von Zuhause für zwei Drittel der Firmen in der Region nicht an. Dabei handelt es sich in aller Regel um Industrieunternehmen mit schweren Maschinen und großen Anlagen.

Test von Lungenfacharzt: OP-Masken ungeeignet

Der Lungenfacharzt Dominic Dellweg aus Schmallenberg-Grafschaft findet es gut, dass in Geschäften und Bussen künftig vor allem FFP2-Masken getragen werden sollen. Sie schützten effektiv. Dellweg hat für eine Studie verschiedene Maskenarten getestet.

Schlechte Passform: Lungenfacharzt rät von OP-Masken ab | Bildquelle: WDR

Bei den hellblauen OP-Masken hat er erhebliche Bedenken. Sie hielten Viren beim Einatmen nicht genug ab: "Das ist wirklich die einzige Katastrophe. Wenn ich diese Maske aufsetze, sehen Sie, dass ich die vorformen muss, weil die erstmal nur zweidimensional ist. Und sie hat an der Seite eine erheblich schlechtere Passform. Das ist vollkommen kontraproduktiv."

Krankenhausmitarbeiter empört über Impfstopp

Die Mitarbeiter des Klinikums Hochsauerland sind empört über den vom Land verhängten Impfstopp. Die erste Spritze hatten vor dem Impfstopp gerade einmal 760 von 1.700 Mitarbeitern bekommen, sagt der ärztliche Leiter in Arnsberg, Norbert Peters: "Das hat natürlich zu einer großen Verunsicherung geführt unter den Mitarbeitern."

In dem Krankenhaus der Akutversorgung stünden die Mitarbeiter an der Front, so Peters: "Wir bekommen ständig Notfälle, schwerst kranke Menschen eingeliefert, haben einen Kreißsaal mit sehr hoher Geburtenzahl und sind da wirklich ständig einem Risiko ausgesetzt. Die Mitarbeiter sind jetzt tief enttäuscht."

Corona-Fallzahlen rückläufig

Die Corona-Fallzahlen in Südwestfalen gehen zurück. Verglichen mit dem Tag vor Heiligabend ist die 7-Tage-Inzidenz deutlich gesunken. Der Vergleich ist wichtig, weil über die Feiertage kaum bis gar nicht getestet wurde. Dadurch waren die Statistiken seitdem praktisch unbrauchbar.

Erst jetzt sind die meisten Fälle nachgemeldet, und die Zahlen sind - bei aller Vorsicht - wieder vergleichbar. Im Märkischen Kreis zum Beispiel war die 7-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Gesundheitsamtes vor Weihnachten mit fast 225 am höchsten. Am Mittwoch (20.01.2021) sind es 133. Auf ganz Südwestfalen hochgerechnet ist der Wert von 166 auf 114 gesunken.

Brauereien verkaufen weniger Bier

Krombacher und Veltins haben im vergangenen Jahr weniger Bier verkauft - aber sie haben das Jahr besser überstanden als die meisten anderen deutschen Brauereien.

Es wurde zwar kaum Fassbier verkauft. Veltins und Krombacher konnten das mit teilweise deutlich mehr Flaschenbier-Verkauf wettmachen. Sie schrieben vier bis fünf Prozent Minus.

Bei der Warsteiner Brauerei dagegen sank der Absatz um mehr als 16 Prozent. Grund war hier vor allem der Einbruch beim Export.

Online-Kneipenabend in Olpe

In Olpe kann man sich am Dienstag (19.01.2021) zu einem virtuellen Kneipenabend treffen. So sollen sich trotz Corona neue Menschen kennenlernen. Initiiert hat das der Verein "Willkommen in Olpe". Gerade der Kontakt zu anderen und das gemeinsame Lachen sei in diesen Tagen wichtiger denn je, so der Verein. Der Online-Kneipenabend startet 18 Uhr. Die Zugangsdaten stehen auf der Internetseite "willkommeninolpe.de".

Lüdenscheid verbietet Gäste bei Trauungen

Keine Gäste mehr erlaubt im Standesamt Lüdenscheid | Bildquelle: WDR/Imago

Bei Trauungen im Standesamt der Stadt Lüdenscheid dürfen ab sofort (Dienstag, 19.01.2021) nur noch drei Personen anwesend sein: das Brautpaar und die Standesbeamtin. Damit reagiert die Stadt Lüdenscheid auf die nach wie vor hohen Corona-Zahlen und die zu erwartende Verlängerung und Verschärfung der Einschränkungen durch die Länder. Wer bei der Trauung nicht auf Gäste verzichten möchte, kann einen neuen Termin vereinbaren.

Besuchsverbot in Siegener Kreisklinikum

Im Kreisklinikum gilt ab Dienstag ein Besuchsverbot mit wenigen Ausnahmen. Außerdem werden keine neuen Patienten aufgenommen. Der Grund: Auf einer Station haben sich mehrere Mitarbeiter und Patienten mit dem Coronavirus infiziert.

Nur Intensiv- und Palliativ-Patienten dürfen im Kreisklinikum Siegen Besuch bekommen - falls der behandelnde Arzt einverstanden ist. Verschiebbare OPs sind vorerst abgesagt, in den nächsten Tagen soll die komplette Belegschaft getestet werden.

Ähnliche Besuchsverbote sind auch im Martinus-Hospital Olpe und dem St. Josef Hospital Lennestadt geregelt. Hier gilt schon seit Anfang November ein Besuchsverbot. Aber werdende Väter mit aktuellem Corona-Test dürfen in den Kreißsaal. Und Patienten, die länger als fünf Tage im Krankenhaus sind, dürfen einmal täglich Besuch bekommen - wenn der Arzt zustimmt.

Corona-Software nirgendwo im Einsatz

Keiner der fünf Kreise in Südwestfalen arbeitet bisher mit der Anti-Corona-Software "Sormas". Sie soll die Nachverfolgung der Infektionsketten auch über die Kreisgrenzen hinaus erleichtern. Die Landesregierung hatte die Kommunen aufgefordert, das Programm schnellstens einzuführen.

Für die Nachverfolgung benutzen die Kreise bislang andere Programme. Sie beklagen Kinderkrankheiten von Sormas: Vor allem an den Schnittstellen habe es bislang bei der Datenübertragung geholpert, heißt es aus dem Kreishaus in Meschede. Dennoch erwägen vier der fünf Kreise, demnächst auf Sormas umzustellen.

Kreise wollen zweite Impfstelle

Der Märkische Kreis und die Kreise Siegen-Wittgenstein und Hochsauerland wollen jeweils eine zweite Impfstelle in ihrem Kreisgebiet. Bislang sieht das Land NRW nur ein Impfzentrum pro Landkreis vor. Das sei für Menschen in Flächenkreisen mit langen Anfahrtszeiten aber unzumutbar.

Der Märkische Kreis hat sogar schon einen Pachtvertrag für eine zweite Impfstelle geschlossen. Sie soll in Iserlohn in dem Gebäude einer insolventen Firma entstehen. Jetzt liegt der Ball in Düsseldorf. Bleibt die Landesregierung bei ihrer bisherigen Linie, springen die Kreise eventuell selbst ein.

Kaum Buchungen für Sommerurlaub

Sommerstrände sind aktuell nicht gefragt | Bildquelle: ddp images/Ingo Schulz

Viele Südwestfalen sind noch zurückhaltend bei der Buchung des Sommerurlaubs. Sie warten ab, stellen Reisebüros fest. Viele Familien buchen eher für die Herbstferien als für die Sommerferien.

Nach Einschätzung von Reisebürobesitzern vertrauen sie noch nicht ganz darauf, dass im Sommer das Reisen wieder ohne Einschränkungen möglich sein wird. Die Angebote der Veranstalter, dass die Kunden kurzfristig stornieren können, wirken nur bedingt.

Josefsheim Bigge: 35 Menschen infiziert

Im Josefsheim in Olsberg-Bigge sind inzwischen (Montag, 18.01.2021) 35 Menschen mit Behinderung und Mitarbeiter mit Covid-19 infiziert. Fünf von ihnen werden stationär in Krankenhäusern behandelt.

Das Gesundheitsamt hat für zwei Wohnhäuser und einen separaten Wohnbereich auf dem Campus Quarantäne verordnet. Im Berufsbildungswerk sind zudem die Bereiche Josefs-Druckerei, -Gärtnerei und -Orthopädie diese Woche nur telefonisch erreichbar.

Startschuss für Impfungen in Kliniken

In den Krankenhäusern werden ab Montag die Beschäftigten gegen das Coronavirus geimpft. Zuerst sind die Pflegekräfte und Mediziner an der Reihe, die unmittelbar mit Corona-Patienten zu tun haben.

Das Siegener Marienkrankenhaus hat eine eigene Impfstraße aufgebaut und verteilt die ganze Woche über 70 Dosen pro Tag. Andere Häuser schicken ihr Personal ins Impfzentrum des Kreises. Dort kommt es zu einer Art Probelauf für den großen Dauerbetrieb: 500 Spritzen sollen am Dienstag gesetzt werden.

Auch in anderen Kreisen wird in dieser Woche Krankenhauspersonal geimpft: So versorgt das Klinikum Hochsauerland seine Mitarbeiter in Arnsberg-Hüsten, in Soest beginnt die Impfaktion am Dienstag.

Verstöße nach Gottesdienst in Kierspe?

Die Stadt Kierspe prüft mögliche Verstöße einer Baptisten-Gemeinde gegen die Corona-Schutzbestimmungen. Mehrere Anwohner hätten sich darüber beschwert, dass Maskenpflicht und Mindestabstand nach Verlassen eines Gottesdienstes nicht eingehalten worden seien, sagte Bürgermeister Olaf Stelse.

Die Gemeinde betont, sie halte die Corona-Regeln während der Gottesdienste streng ein. Ob die Regeln auch nach dem Gottesdienst eingehalten würden, könne er nicht hundertprozentig garantieren, so der Verantwortliche der Gemeinde, Johann Anders.

Das Ordnungsamt will am kommenden Sonntag das Geschehen auf den Parkplätzen am Gotteshaus kontrollieren.

Erneut kaum Andrang von Schneetouristen

Trotz Neuschnees hat sich der Andrang von Schneetouristen im Sauerland am vergangenen Wochenende erneut in Grenzen gehalten. Die meisten Skigebiete sind seit zwei Wochen gesperrt, weil es Anfang Januar chaotische Szenen auf Pisten und Straßen mit vielen Schneetouristen gegeben hatte.

Polizei und Ordnungsämter meldeten kaum Probleme. In Winterberg griff das Ordnungsamt 21 Mal ein - wegen Verstößen gegen das geltende Betretungsverbot. In Sundern-Wildewiese und anderen Gebieten im Hochsauerlandkreis gab es 14 Verkehrsverstöße.

Zu viele Dosen geliefert: Spontane Impf-Aktion

Bei einer spontanen Impf-Aktion sind in Nachrodt-Wiblingwerde 95 Menschen früher gegen COVID-19 geimpft worden als geplant. Ein Logistik-Unternehmen hatte einem Pflegeheim versehentlich 95 Dosen mehr geliefert als bestellt.

Da sie nicht weiter transportiert werden dürfen und sonst verfallen wären, wurde eine spontane Impf-Aktion improvisiert. Dabei wurden Über-80-Jährige aus angegliederten Senioren-Wohnungen und Mitarbeiter von Rettungsdiensten und der Feuerwehr Iserlohn geimpft.

Nur wenige Rückzahlungen der Corona-Soforthilfe

Die Bezirksregierung Arnsberg hat bis Mitte Januar nur von wenigen Corona-Soforthilfeempfängern Geld zurückgefordert: Von mehr als 74.000 Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmern müssen bis dato 300 zurückzahlen. Sie hatten im ersten Lockdown bis zu 25.000 Euro vom Land bekommen.

Seit Anfang Dezember sind sie aufgefordert, abzurechnen. Gut 20 Hilfeempfänger sind für die Bezirksregierung nicht mehr erreichbar. Die Behörde fordert sie jetzt über das Amtsblatt auf, das Geld zurückzuzahlen.

Skigebiet Fahlenscheid am Wochenende gesperrt

Wegen des erwarteten Schnees bleibt das Skigebiet Fahlenscheid auch am kommenden Wochenende gesperrt. Die Polizei teilte am Donnerstag (14.01.2021) mit, dass sie und Mitarbeiter des Ordnungsamts den Verkehr umleiten und Ordnungswidrigkeiten ahnden werden.

Im Stadtgespräch von Lokalzeit und WDR5 wird in Winterberg diskutiert, wie es mit Schneevergnügen in Corona-Zeiten weitergehen kann. | Bildquelle: wdr

Samstag und Sonntag bleibt die Kreisstraße von Kruberg über Fahlenscheid, B55-Kreisel, Negerhöhenstraße 18 und Biggesee gesperrt. Auf der B55 vom Rothen Stein bis Oberveischede herrscht absolutes Halteverbot. In einem Stadtgespräch von Lokalzeit und WDR5 wird am Donnerstag in Winterberg diskutiert, wie Erholungssuchenden trotzdem Schneevergnügen ermöglicht werden kann. Zu hören ab kurz nach 20 Uhr auf WDR5 und ab Freitag als Podcast.

Wunsch nach Feuerbestattung gestiegen

In Südwestfalen steigt die Zahl der Feuerbestattungen | Bildquelle: wdr

Durch die Corona-Krise ist der Wunsch nach einer Feuerbestattung stark gestiegen. Derzeit werden nach Angaben des Krematoriums in Werl etwa 80 Prozent der Verstorbenen verbrannt. Außerdem stieg die Zahl der Todesfälle durch die Pandemie.

Die Krematorien arbeiten in drei Schichten und auch an den Wochenenden. In Lüdenscheid wurde zudem ein Zelt aufgebaut, um zusätzlichen Platz zu haben. Die Krematorien schätzen, dass sie derzeit rund 20 Prozent mehr Tote einäschern, weil durch Corona mehr Menschen sterben, aber auch, weil Familien ihre Verstorbenen öfter verbrennen lassen.

MK meldete am Sonntag keine Fälle ans RKI

Am Samstag (09.01.2021) wurde um 14 Uhr der Strom im Kreishaus des Märkischen Kreises abgeschaltet. Wegen Wartungsarbeiten standen am Sonntag die Telefonanlage und das Computernetzwerk der Kreisverwaltung still, teilte sie am Montag (11.01.2021) mit. Darum meldete der Märkische Kreis am Sonntag keine neuen Infektionszahlen ans RKI. In dessen Übersicht werden für den Märkischen Kreis 0 Neuinfektionen angezeigt.

Nur 40 Prozent der Firmen zufrieden

Die Corona-Krise macht vielen Firmen in der Region zu schaffen. Nach einer Umfrage des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte sind derzeit nur 40 Prozent der Firmen zufrieden. Der Chef des Verbandes, Egbert Neuhaus, erklärte, die meisten Unternehmen hätten das Jahr 2020 mit einem Minus abgeschlossen.

Viele Modehändler in der Region wollen von Montag (11.01.2021) an mit einer Plakataktion in ihren Schaufenstern auf ihre schwierige Lage aufmerksam machen und Fotos davon in sozialen Netzwerken teilen.

Impfungen im Kreis Olpe

Der erste Impfdurchgang in den Senioreneinrichtungen im Kreis Olpe ist abgeschlossen. Die Impfung stieß dabei auf positive Resonanz: 91 Prozent der Bewohner und 82 Prozent des Personals haben sich impfen lassen. Anfang Feburar soll in allen Heimen dann auch die zweite Impfrunde beendet sein. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung sind damit über 2500 Personen geimpft worden, das sind im Kreis Olpe 19 geimpfte Personen pro 1000 Einwohner. Zum Vergleich: Das RKI meldete gestern, dass in NRW im Durchschnitt 4,4 Personen je 1000 Einwohner geimpft seien.

Neues Schnelltestzentrum in Siegen

Wer sich schnell auf Corona testen lassen will, kann das ab heute (11.01.2021) in Geisweid tun. In den Räumen einer bisherigen Discothek geht ein neues Schnelltestzentrum an den Start. Der Antigen-Test kostet knapp 40 Euro - Termine gibt's online, das Ergebnis lässt sich innerhalb von 15 Minuten über einen QR-Code abrufen.

Nachfrage nach Schnelltests gesunken

Der große Ansturm auf die Corona-Schnelltestzentren scheint erstmal vorbei. Vor den Weihnachtsfeiertagen war das in einem privaten Schnelltestzentrum in Lippstadt noch anders: Da wurden 800 Tests gemacht, von denenübrigens nur vier positiv waren.

Das Testzentrum ist seit heute (07.01.) wieder an zwei Tagen pro Woche geöffnet. In Soest geht am 12. Januar ein neues privates Schnelltestzentrum an den Start, in dem man sich sogar am Wochenende testen lassen kann. Und auch in Lüdenscheid ist die Nachfrage noch groß.

Sternsinger bieten "etwas anderen Segen"

Die Corona-Krise zwingt auch die Sternsinger, ungewöhnliche Wege zu gehen. Denn in vielen Städten wie Lüdenscheid oder Siegen sind Sternsinger-Aktionen abgesagt oder verschoben worden. Eigentlich wären sie ab heute unterwegs. Doch die Menschen sollen trotzdem nicht auf ihren Segen verzichten. Das Sternsinger-Team der Katholischen Pfarrei St. Medardus in Lüdenscheid hat in den Bäckereien in ihrem Gemeindegebiet für eine Woche Spendendosen aufgestellt.

In Iserlohn kann man sich ab heute an der Oberen Stadtkirche Tüten mit dem traditionellen Segensaufkleber für die eigene Haustür abholen. Im Iserlohner Pastoral-Verbund werden außerdem Sternsinger-Tüten auch kontaktlos "frei Haus" geliefert. In den Kirchen von Sankt Marien und Sankt Michael in Siegen hat man schon Ende Dezember Spendentische aufgebaut. Dort können sich Besucher eine Spendentüte und einen Segensaufkleber abholen.

Bilanz nach erster Impfwoche

Die Ärzte des Impfzentrums Siegen ziehen eine gemischte Bilanz der ersten Impfwoche in Pflegeheimen. Die Bereitschaft sei groß, aber es gebe auch Probleme: So seien die Pakete mit dem Impfstoff nicht immer vollständig, manchmal fehlten beispielsweise Spritzen. Dann müsse improvisiert werden.

Mehrsprachige Impfhotline im HSK

Mit einer Impfhotline will der Hochsauerlandkreis klären, wer Ansprechpartner für Fragen zur Corona-Impfung ist. Das Pilotprojekt richtet sich an alle, ab Montag (04.01.2021) auch an nicht deutsch sprechende Anruferinnen und Anrufer.

Viele hätten den Überblick verloren wer für was zuständig ist, heißt es. Allerdings werden bei der Hotline nur organisatorische Fragen beantwortet, also zum Beispiel was man zur Impfung mitbringen soll. Das dafür in sechs verschiedenen Sprachen.

Informationen beim Bürgertelefon

Bürgertelefon zum Coronavirus: 0211 / 9119 1001

Das Bürgertelefon der Landesregierung zum Coronavirus hat eine neue Rufnummer: 0211 / 9119 1001.

Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 8 Uhr bis 18 Uhr geschaltet. Die Ansprechpartner beantworten allgemeine Fragen zum Corona-Virus und zur Vorbeugung. Bei medizinischen Fragen sollten sich Bürger an den Hausarzt wenden.