Hinweisschild zu Hundekot neben einem Feld

Stadt Würselen warnt vor Hundekot

Stand: 04.04.2024, 10:52 Uhr

Die Stadt Würselen appelliert an Hundehalter, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere richtig zu entsorgen. Besonders in den Feldern rund um die Stadt wird Hundekot zunehmend zum Problem.

Die Nachricht der Behörde hielten einige für einen verspäteten Aprilscherz: Die Stadt Würselen macht - im übertragenen Sinne - einen Shitstorm gegen Hundekot. Sie ruft offiziell dazu auf, die Hinterlassenschaften der Tiere auf den Feldern ordnungsgemäß zu entsorgen. Es gebe auch verstärkt Beschwerden.

Auf der Internetseite der Stadt wird ein Passus einer entsprechenden Verordnung herangezogen. Er richtet sich an Menschen, die mit Pferden oder Hunden draußen unterwegs sind, die dann mal machen: "Hierzu sei ein geeignetes Behältnis mitzuführen und auf Verlangen den Vollzugskräften vorzuweisen."

Kein Tütenspender auf dem Acker

Entsprechende Tütchen werden aber vor Ort nicht angeboten, schreiben User in den sozialen Medien dazu. Viele Hundehalter sind fürs tägliche Geschäft auf den idyllischen Feldern rund um Würselen unterwegs.

Auf Gehwegen, Grünflächen und Spielplätzen werden die Häufchen inzwischen meist weggemacht. Doch draußen auf den Feldern macht sich wohl keiner Gedanken darüber. Natur zur Natur eben. Doch durch die Häufchen am Acker können nach Angaben der Behörde auch Krankheitserreger übertragen werden. Sie können zum Beispiel bei trächtigen Kühen Fehlgeburten auslösen, sagt Heinz-Gert Groten vom Würselener Baubetriebshof.

Wirtschaftlicher Schaden droht

"Koten Hunde in frisch gemähtes Gras oder Getreidestroh, müssen Landwirte diese sogar entsorgen - es entsteht also ganz klar ein wirtschaftlicher Schaden, dessen man sich bewusst sein sollte“, wird Groten auf der Webseite der Stadt zitiert.

Zusätzlich bestehe Gefahr, dass Parasiten und Krankheiten sich so auf den Menschen übertragen. "Deshalb appellieren wir an alle Bürgerinnen und Bürger, die Hinterlassenschaften ordnungsgemäß zu entsorgen", sagt die Würselener Ordnungsamtsleiterin Karina Bremen. Also: Tütchen schon vorher einpacken, wenn´s raus geht. Und die bitte später nicht draußen liegenlassen, sondern im Restmüll entsorgen.

Über das Thema berichtet die Lokalzeit aus Aachen am 04.04.2024 auch im Radio auf WDR 2.

Unsere Quellen:

  • Pressemitteilung der Stadt Würselen

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