Betrunkener Mann in Köln aus Gleisen gerettet

Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn hat einem stark betrunkenen Mann am Sonntagabend vermutlich das Leben gerettet.

Der Mitarbeiter der Deutschen Bahn muss sich am Sonntagabend (28.11.2021) wohl gehörig erschreckt haben, als er sah, was da auf den Gleisen am Kölner Hansaring lag. Oder besser gesagt: wer. Denn auf die Gleise hatte sich ein völlig betrunkener Mann verirrt.

Der aus Polen stammende 32-Jährige hatte so viel getrunken, dass er nicht mehr selbst aus dem Gleisbett kam. Das Problem: In dem Moment, in dem der Bahn-Mitarbeiter den hilflosen Mann entdeckte, fuhr gerade ein Regionalzug ein.

Köln-Hansaring: Betrunkener Mann beinahe von Zug erfasst

Geistesgegenwärtig gab der Bahn-Mitarbeiter seinem Kollegen im Zug ein manuelles Notsignal. Im allerletzten Moment: Denn die Regionalbahn kam nur wenige Meter vor dem Betrunkenen zum Stehen.

Gegen 22:20 Uhr trafen die alarmierten Einsatzkräfte der Bundespolizei im Bahnhof ein und mussten den 32-Jährigen zurück auf den Bahnsteig tragen. Bei der Befragung sagte der Betrunkene, er sei wegen seines Alkoholpegels ohne Fremdeinwirkung ins Gleisbett gefallen. Der Mann kam mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus.

Köln Hauptbahnhof: 23-Jähriger bei Zusammenprall mit S-Bahn schwer verletzt

Weit weniger glimpflich verlief ein Einsatz nur Stunden zuvor, fast an gleicher Stelle. Gegen 5:20 Uhr am Sonntagmorgen stieg ein alkoholisierter 23-Jähriger auf die Gleise im Kölner Hauptbahnhof und spazierte auf ihnen in Richtung Hansaring.

Der entgegenkommende Fahrer einer S-Bahn bemerkte den jungen Mann zu spät. Trotz einer Schnellbremsung kam es zum Zusammenprall. Dabei wurde der 23-Jährige schwer am Kopf und im Gesicht verletzt. Er wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Zwischendurch bestand Lebensgefahr.

Die Bundespolizei sperrte die Bahnstrecke für etwa eine Stunde und wertete die Überwachungsvideos aus. Es kam zu Verspätungen, Umleitungen und Teilausfällen der Bahn. Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Warum der 23-Jährige auf den Gleisen spazierte, ist noch unklar.