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Klinik Hilden: wer zahlt die 4 Millionen Euro?

Stand: 07.12.2023, 14:59 Uhr

In Hilden steht die Übernahme des insolventen Kplus-Krankenhauses noch auf wackligen Füßen. Die Städte Hilden und Langenfeld dürfen den Betrieb der Kliniken nicht finanziell unterstützen.

Von Natalie Stöber

Mit vier Millionen Euro wollen sich die beiden Städte Hilden, Langenfeld und der Kreis Mettmann an der Klinikrettung beteiligen. Das hatte die Krankenhausgesellschaft GFO, die bereits das Langenfelder Klinikum betreibt zu Bedingung gemacht. Erst dann will die GFO sie das Klinikum in Hilden übernehmen.

Doch das Kommunalrecht verbietet eine Finanzierung durch die Städte. Jetzt prüft der Kreis, ob er die Rettung allein übernehmen kann. Das Geld dafür könnte zum Beispiel aus der Umlage kommen, die die Städte an den Kreis zahlen. Darüber muss der Kreistag in der nächsten Woche entscheiden.

Klinik Hilden: wer zahlt die 4 Millionen Euro?

00:41 Min. Verfügbar bis 07.12.2025


Krankenhäuser in Langenfeld und Hilden unter einem Verbund

Das Ziel: Die Kliniken in Langenfeld und Hilden sollen einen Verbund bilden. Die Arbeitsplätze blieben so erhalten, der Standort Hilden könnte die medizinische Versorgung im Südkreis Mettmann sichern.

Klinikverbund aus Olpe übernimmt

Läuft alles nach Plan wird der Klinikverbund GFO mit Sitz in Olpe die Klinik in Hilden zum 1.1.2024 von der insolventen Kplus-Gruppe übernehmen. Alle 300 Mitarbeiter in Hilden haben bereits im November von der GFO ein Job-Angebot erhalten.

Die GFO (Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe) ist ein katholischer Verbund des Franziskanerinnenordens Olpe mit mehr als 16 weiteren Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen und dem nördlichen Rheinland-Pfalz.

Quelle: Recherche WDR-Reporter in den Studios Wuppertal und Düsseldorf.

Über dieses Thema berichtet der WDR im WDR Fernsehen in der Lokalzeit aus Düsseldorf und im Hörfunk auf WDR2.