Sonnenblumen

Trinkwasser-Knappheit: So steht es um die Versorgung in NRW

Stand: 22.06.2022, 13:17 Uhr

Es regnet gebietsweise wieder zu wenig in NRW. Die Lage ist zwar noch nicht dramatisch. Doch in manchen Gebieten gibt es Sorgen um die Trinkwasserversorgung, flächendeckend gibt es aber noch keine Probleme.

Die Trinkwasser-Lage in NRW ist noch nicht dramatisch, aber: In manchen Regionen wird der sorgsame Umgang mit Trinkwasser nötig. Vor allem, wenn sie ihr Wasser aus dem Grundwasser beziehen und sie von Trockenheit besonders betroffen sind.

Pools schon früh auffüllen

Betroffen sind gerade insbesondere die Kreise Minden-Lübbecke und Herford. Denn dort war zeitweise auch noch eine Transportleitung defekt, es trat wertvolles Trinkwasser aus. Die Leitung wurde zwar zwischenzeitlich repariert, wegen der geringen Niederschläge steht eine Trinkwasserampel der dortigen Versorger aber auf gelb.

Von Gartenbewässerung und Befüllung von Swimming-Pools sei bis auf Weiteres abzusehen, sagt sogar der zuständige Wasserbeschaffungsverband "Am Wiehen".

Auch das Wasserwerk in Delbrück im Kreis Paderborn berichtet, dass es wieder unterdurchschnittlich viel geregnet habe. Man habe deshalb die Bürger schon vor Wochen gebeten, nicht nur Wasser zu sparen, sondern den Verbrauch auch besser zu verteilen. Poolbesitzer sollten ihre Schwimmbecken deshalb schon im März auffüllen, statt es erst in der trockenen Zeit zu tun, wenn ohnehin viel Wasser zum Sprengen des Gartens gebraucht wird.

Talsperren sind voll

Weniger Sorgen haben Regionen, die ihr Trinkwasser aus Flüssen beziehen. Die Talsperren des Ruhrverbandes zum Beispiel sind noch sehr gut gefüllt. Die angeschlossenen Wasserwerke Westfalen sehen im Moment überhaupt keine Schwierigkeiten.

Überhaupt spielt bei der Trinkwasser-Versorgung nicht ausschließlich die Trockenheit eine Rolle, sondern auch wo das Wasser herkommt. Im Kreis Kleve zum Beispiel hat es auch nicht viel geregnet, die dortige Wasserförderung aus dem Reichswald funktioniert aber im Moment gut. Auch das Münsterland meldet keine Probleme.

Was aber auch die Stadtwerke in Kleve und Münsterland sagen ist, dass es so oder so gut sei, Wasser zu sparen. Auch weil die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass wir uns an Dürreperioden wohl gewöhnen müssen.

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