Schwerbehindertenvertretung

Schwerbehindertenvertretung

"Es ist normal, verschieden zu sein."
Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker.

Die Schwerbehindertenvertretung vertritt die Interessen der MitarbeiterInnen mit Behinderung. Sie wird alle vier Jahre von diesen MitarbeiterInnen gewählt und hat vielfältige Aufgaben, die von der Einzelfallberatung über die Zusammenarbeit mit Gremien im WDR bis hin zu strukturellen Aktivitäten reichen. Grundlage dafür sind diverse rechtliche Vorgaben vom Sozialgesetzbuch (SGB) IX bis hin zur UN-Behindertenrechtskonvention.

Die SBV im WDR versteht sich als Kompetenzzentrum für Behinderung: Sie ist für MitarbeiterInnen mit Behinderung vertraulicher Ansprechpartner bei Problemen und Anregungen, berät bei Anträgen zum Schwerbehindertenausweis oder zu Hilfsmitteln, unterstützt bei der behindertengerechten Ausstattung des Arbeitsplatzes oder bei notwendigen Umbauten. Sie begleitet KollegInnen mit Behinderung bei Wiedereingliederungsgesprächen (BEM) nach langer Krankheit oder bei Bedarf auch bei Bewerbungsverfahren. Die SBV versucht, bei Konflikten zu vermitteln und gemeinsam Lösungen zu finden., bei Bedarf wird Hilfe von externen Fachleuten. vermittelt.

Die SBV informiert über alle Belange rund um das Thema Behinderung und setzt sich innerhalb des WDR für die Inklusion von Menschen mit Behinderung ein. Dafür arbeitet sie mit in Gremien, z.B. dem Gesundheitsausschuss und dem Personalrat., kooperiert intern z. B. mit dem Betriebsarzt, den Sicherheitsingenieuren oder dem Gebäudemanagement und extern u. a. mit Beratungsstellen, Verbänden und Institutionen wie z. B. dem Landschaftsverband und dem Integrationsfachdienst. Im von der SBV neu gegründeten „Forum Behinderung“ werden regelmäßig interdisziplinär, direktionsübergreifend und lösungsorientiert grundsätzliche Fragen rund um das Thema Behinderung diskutiert, die Ergebnisse fließen ein in die Arbeit aller relevanten anderen Stellen im Haus.

Die SBV engagiert sich für gesundheitsfördernde Arbeitszeitmodelle und Barrierefreiheit, bildet Führungskräfte aus zum sinnvollen Umgang mit dem Thema Behinderung und wacht darüber, dass die zugunsten schwerbehinderter Menschen geltenden Gesetze, Verordnungen, Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen und Verwaltungsanordnungen angewandt werden. Dazu zählen vor allem das Sozialgesetzbuch IX, das Behindertengleichstellungsgesetz, die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung, die Arbeitsstättenverordnung und die WDR-Integrationsvereinbarung.

Die SBV setzt sich dafür ein, dass noch mehr Schwerbehinderte im WDR eingestellt werden. Dazu werden u. a. Integrationshospitanzen vermittelt, mit denen behinderte Menschen direkt nach der Ausbildung im WDR erste Berufserfahrungen sammeln können. Der WDR hat außerdem Schulpartnerschaften mit Förderschulen für junge Menschen mit Behinderung und bietet in dem Zusammenhang z.B. Betriebsbesichtigungen und Praktika an.

Integrationsvereinbarung des WDR

In der gemeinsam von der Geschäftsleitung, der Schwerbehindertenvertretung und dem Personalrat geschlossenen Integrationsvereinbarung wurde festgelegt, die Beschäftigung, Förderung und Realisierung der Chancengleichheit von Schwerbehinderten und Gleichgestellten im Sinne des SGB IX zu ständigen unternehmerischen Aufgaben des WDR zu machen.

Diese Integrationsvereinbarung wurde 2002 geschlossen und soll demnächst aktualisiert werden.

Kontakt zur SBV

Die Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen ist ist in der laufenden Wahlperiode Jan Gropp.

Die 1. Stellvertreterin ist Heike Gierling; die 2. Stellvertreterin Karen Gesierich.