7. Juli 1940 - Schlagzeuger Ringo Starr wird geboren

Ringo Starrr bei einem Auftritt am Schlagzeug (2011)

7. Juli 1940 - Schlagzeuger Ringo Starr wird geboren

Seine Liebe zur Trommelei entdeckt Ringo Starr als 13-jähriger Patient einer Tuberkulose-Klinik. Eines Tages bringt eine Lehrerin den Kindern etliche Schlaginstrumente mit. Ringo stürzt sich sofort auf eine Trommel und weigert sich fortan, sie gegen ein langweiliges Tamburin oder eine Triangel zu tauschen.

Damals hat Ringo, der eigentlich Richard Starkey heißt, schon einiges durchgemacht. Am 7. Juli 1940 wird er im Liverpooler Arbeitervorort Dingle in ärmlichste Verhältnisse hineingeboren; als er drei ist, verlässt sein Vater die Familie. Der kleine, schmächtige Junge übersteht einen Blinddarm-Durchbruch und eine Bauchfellentzündung, bevor er an TBC erkrankt.

Ringo Star, Schlagzeuger (Geburtstag 07.07.1940)

WDR 2 Stichtag 07.07.2020 04:17 Min. Verfügbar bis 05.07.2030 WDR 2

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Die großen Jahre als Beatle

Lernen ist so gar nicht Ringos Sache. Als er die Schule ohne Abschluss verlässt, ist er fast Analphabet, aber sein Instrument hat er gefunden. Als Drummer spielt er mit "Rory Storm & the Hurricanes" in der angesagtesten Band Liverpools. 1961 springt er bei den Beatles für den erkrankten Pete Best ein – und überzeugt. 

Paul McCartney, John Lennon, Ringo Starr und George Harrison proben im Oktober 1963 in einem Fernsehstudio in London für einen TV-Auftritt

Die Beatles 1963 bei TV-Proben in London

Auf Vorschlag von Produzent George Martin ersetzen John Lennon, Paul McCartney und George Harrison 1962 Pete Best endgültig durch Ringo Starr – der Rest ist Popgeschichte. "Es war all das, wovon wir geträumt hatten, und es wurde immer größer", schildert Starr die Jahre der weltweit grassierenden "Beatlemania". 

Schwerer Start der Solokarriere 

Live kann Ringo Starr immer nur die Grundbeats spielen, keine Fills, keine Kapriolen, denn jeder Song wird vom infernalischen Kreischen der Fans übertönt. Von 1966 an verzichten die "Fab Four" deshalb auf Live-Konzerte und feilen nur noch im Studio an ihren Alben. Nach endlosen Krächen verkündet McCartney 1970 die endgültige Trennung der Beatles.

Auf sich gestellt, leidet Ringo Starr, der weder als Songwriter noch als Sänger über riesiges Talent verfügt, lange unter dem Beatles-Mythos. Dennoch gelingt ihm 1971 mit der Eigenkomposition "It Don't Come Easy" ein weltweiter Hit. Weitere kommerzielle Erfolge, meist mit Unterstützung prominenter Kollegen, folgen.  

Ringo und seine All Starr Band

Filmszene aus "Caveman" mit Ringo Starr (Mi.)

Ringo Starr (Mitte) mit Barbara Bach (rechts) in "Caveman"

In erster Linie bleibt Ringo Starr Schlagzeuger, aber er stürzt sich auch ins Filmgeschäft. Wie schon in den Beatles-Filmen spielt er gern sein komisches Talent aus und tritt in Komödien, Musikfilmen, Western und Vampirstreifen auf. Seinen größten Erfolg verbucht er 1981 mit der Steinzeit-Parodie "Caveman". 

Bei den Dreharbeiten zu "Caveman" lernt er Barbara Bach kennen, die er kurz darauf heiratet. Ein gemeinsamer Alkoholentzug des Paares 1988 stabilisiert sein Leben. Seither geht Ringo Starr mit seiner "All Starr Band" in wechselnden Top-Besetzungen auf Tour.   

Programmtipps:

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"ZeitZeichen" auf WDR 5 (9.45 Uhr) und WDR 3 (17.45 Uhr) erinnert am 7. Juli 2020 ebenfalls an den Geburtstag von Ringo Starr. Auch das "ZeitZeichen" gibt es als Podcast.

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Stand: 07.07.2020, 00:00