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Unterhaltung am Wochenende mit Wilfried Schmickler
Pro-Israel-Aktivisten demonstrieren gegen Israel-Hass und Antisemitismus

Wie umgehen mit Israel-Hass?

Nach den Angriffen der Hamas auf Israel gab es in Deutschland öffentliche Sympathiekundgebungen für die Terroristen. Die Politik diskutiert jetzt Verbote von Demonstrationen. Wie sollen wir auf Antisemitismus und Hamas-Unterstützung reagieren? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Politiker aus Bund und Ländern betonen die Solidarität Deutschlands mit Israel. Und seit dem Wochenende gibt es in vielen Städten Kundgebungen, auf denen Demonstranten ebenfalls ihre Solidarität mit den Menschen in Israel zeigen.

Auf der anderen Seite gab es aber auch Pro-Palästinenser-Demonstrationen. Auf einer Veranstaltung in Berlin zum Beispiel wurde dabei der Angriff der Hamas auf Israel, bei dem bis jetzt schon hunderte Menschen ermordet und viele als Geiseln genommen wurden, bejubelt. In einzelnen Städten wurden israelische Flaggen, die nach dem Angriff zur Solidarität gehisst worden waren, zerstört oder entwendet, in Berlin Mauerreste mit antisemitischen Parolen beschmiert. Das hat viele schockiert, gerade weil Deutschland wegen seiner Geschichte um seine besondere Verantwortung für den Staat Israel und seine Bürger weiß.

Aber auch an Schulen gibt es Berichte über Konflikte, wenn Teile der arabisch-stämmigen Gemeinschaft Israel-Hass verbreiten. Und am äußersten rechten und linken politischen Rand fühlen sich offenbar Menschen durch den Krieg zu israelfeindliche Äußerungen und Aktionen ermuntert.

Wie nehmen Sie den Umgang mit dem Angriff der Hamas auf Israel war? Was sind Ihre Sorgen? Finden Sie es richtig, dass die Politik überlegt, Demonstrationen und Vereinigungen zu verbieten, die die auch von der EU als Terrororganisation eingestufte Hamas unterstützen? Wie lässt sich zwischen vielleicht legitimer Solidarität mit der Zivilbevölkerung in Gaza und offener Verherrlichung von Terror unterscheiden? Wo sind die Grenzen zwischen Demonstrationsrecht und Terror-Unterstützung? Wie kann die Vermittlung unserer demokratischen Werte besser gelingen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).

Gast: Wolfgang Thierse, SPD-Politiker und ehemaliger Präsident des Deutschen Bundestags

Redaktion: Ulrich Horstmann und Julia Schöning