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Erlebte Geschichten mit Hilde von Braunmühl

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Staatssekretär Jürgen Sudhoff von Auswärtigen Amt legt am 10.10.1987 an der Gedenktafel einen Kranz nieder. Im Hintergrund die Witwe Hilde von Braunmühl (2.v.l.) mit Sohn Patrick von Braunmühl, rechts neben ihr der Bonner Oberbürgermeister Hans Daniels, Tochter Caroline von Braunmühl,

Erlebte Geschichten mit Hilde von Braunmühl

Von Sibylle Plogstedt

Hilde von Braunmühl kam am 10. Oktober 1986 nach Hause und fand eine Menschenmenge vor ihrem Haus. Vor der Haustür lag ein Mensch – ermordet, ihr Ehemann, der Diplomat Gerold von Braunmühl. Zu der Tat bekannte sich die Rote Armee Fraktion.

In einem Offenen Brief "An die Mörder unseres Bruders" wandten sich die Geschwister des Ermordeten an die RAF. "Wir haben den Brief bewusst in der "taz" veröffentlicht, in der Annahme und Hoffnung, dass er auch von der RAF und Sympathisanten gelesen wird", sagt Hilde von Braunmühl heute. In ihrem Bonner Umfeld stieß sie auf "Unverständnis, wie man mit Mördern überhaupt den Kontakt suchen kann."
Hilde von Braunmühl, die sich intensiv mit den eigenen Trauerprozessen auseinander gesetzt hat, ist heute Therapeutin. Die Ausbildung hatte sie ein Jahr vor dem Tod ihres Mannes begonnen. Die psychotherapeutische Ausbildung habe ihr sehr viel geholfen – und trotzdem sagt sie: "Die Trauer kommt immer mal wieder. Ich lebe gerne alleine. Aber es fehlt das vertraute Du."

Redaktion:
Mark vom Hofe

Erlebte Geschichten: Hilde von Braunmühl (26.10.2014)

WDR 5 Erlebte Geschichten 26.10.2014 Verfügbar bis 30.12.2099 WDR 5