Ein Spaziergänger geht an herbstlich gefärbten Bäumen vorbei

Deutscher Wetterdienst: Drittwärmster Herbst seit Wetteraufzeichnung

Stand: 30.11.2022, 14:45 Uhr

Der Trend aus dem Sommer hat sich im Herbst fortgesetzt: es war wärmer und sonniger als im Durchschnitt. Aber nach der Trockenheit hat es auch wieder mehr geregnet.

Sonne, Wärme und Regen. So lässt sich der Herbst 2022 zusammenfassen. Gemeint sind die Monate September, Oktober und November. Nach den Daten des Deutschen Wetterdienstes hatte Nordrhein-Westfalen sogar den mildesten Herbst in ganz Deutschland. 11,8 Grad wurden im Mittel gemessen, das ist 2,3 Grad wärmer als im langjährigen Vergleich.

Sonne satt

Auch die höchste Tagestemperatur im Herbst wurde in NRW gemessen: In Kleve waren es am 5. September 32,3 Grad. Besonders sonnig war dann noch mal der November. Aber auch im gesamten Herbst hat die Sonne öfter geschienen als im Durchschnitt.

Dafür hat es auch wieder deutlich mehr geregnet, vor allem im Sauerland und im südlichen Rheinland. Während der Sommer noch deutlich zu trocken war, gab es in den vergangenen drei Monaten in etwa so viel Niederschlag wie im internationalen Referenzzeitraum 1961 bis 1990. Diese Zeit wird genommen, weil es nach 1990 schon wärmer geworden ist. Der Vergleich bis 1990 lässt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes also eine bessere Einschätzung des längerfristigen Klimawandels zu.

"Das gesamte Jahr wird trotz des normal feuchten Herbstes aller Voraussicht nach zu trocken ausfallen", sagt WDR-Wetterexperte Jürgen Vogt. "Außerdem wird der Herbst 2022 als einer der wärmsten in die Geschichte eingehen. Und auch das gesamte Jahr wird in den Top-5 der wämrsten Jahre landen."

Drittwärmster Herbst seit 1881

Auch in ganz Deutschland war der Herbst deutlich wärmer und sonniger als üblich. Wetterdaten werden seit 1881 flächendeckend aufgezeichnet, seit dem war es sogar der drittwärmste Herbst. 10,8 Grad waren es im Mittel und damit zwei Grad wärmer als im Refeenzzeitraum.

Der Oktober war besonders warm, im November gab es dafür auch richtig kalte Tage, vor allem in Nord- und Ostdeutschland. Beides ändert aber nichts an den Mittelwerten, die für die Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes maßgeblich sind.

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