Waldbrand in Altena: Feuerwehr hält Brandwache

Stand: 22.07.2022, 15:37 Uhr

Der Waldbrand in Altena ist auch am dritten Tag immer noch nicht vollständig gelöscht. Rund 20 Feuerwehrleute halten Brandwache, um aufflackernde Glutnester zu löschen.

Feuerwehr-Einsatzleiter Christian Althaus rechnet damit, dass das auch noch über das Wochenende so weitergehen wird. Der Einsatz sei weiter eine logistische Herausforderung, zumal jetzt frische, ausgeruhte Kräfte gebraucht würden.

Am Donnerstag schlugen die Flammen zwar wegen des Windes immer wieder hoch. Der hat sich zum Freitag hin aber gelegt, sodass sich die Lage entspannt hat. Die Feuerwehr ist indes weiterhin auf der Suche nach Glutnestern.

"Sehr schwieriger Einsatz"

Kreisbrandmeister Michael Kling bilanzierte am Freitag: "Das war ein außergewöhnlich großer und aufgrund der Topographie sehr schwieriger Einsatz, denn das Löschwasser musste über viele Kilometer gefördert werden." Er verwies auf den steilen Abhang zwischen Altena und Iserlohn, an dem das Feuer wütete.

Ein großes Problem ist laut Landesbetrieb Wald und Holz die enorme Trockenheit im Boden. Seit dem Sommer 2018 sei der Wasserspiegel im Waldboden immer tiefer abgesunken.

Feuer und Hitze dringen tiefer in Böden ein

Waren früher nur ein paar Zentimeter an der Oberfläche trocken, fängt jetzt die Feuchtigkeit im Boden manchmal erst bei eineinhalb Metern an. Hitze und Feuer können also tief eindringen - und wieder aufsteigen, wenn oben kein Löschwasser mehr nachkommt.

Für die Wohnhäuser und Höfe oberhalb der Waldbrandfläche in Iserlohn-Hegenscheid besteht keine Gefahr mehr. Zur Sicherheit waren am Mittwoch um die 30 Menschen in Sicherheit gebracht worden.

Gefahr für Bevölkerung gebannt

Das Feuer fraß sich aber letztendlich nur bis auf 150 Meter an die Bebauung heran, wie eine Stadtsprecherin erklärte. Ein Feuerwehrmann verletzte sich im Einsatz und kam ins Krankenhaus.

Um das Feuer unter Kontrolle halten zu können, rückten am Donnerstagmorgen erneut weitere Feuerwehren aus der Umgebung zur Unterstützung an. Auch ein Polizeihubschrauber kehrte in den Löscheinsatz zurück und pendelte mit vollen Wassertanks zwischen den Lenne und dem Waldbrand.

Wie am Donnerstag bekannt wurde, ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Auch Feuerwehren aus der Umgebung helfen

Das Feuer war am Mittwochnachmittag in einem Waldstück an der Stadtgrenze von Altena und Iserlohn ausgebrochen und zunehmend außer Kontrolle geraten. Bei dem Einsatz waren Feuerwehren aus Altena, Iserlohn, Plettenberg und weiteren Städten ausgerückt. Aus Olpe unterstützte der Wasserförderzug.

Über dieses Thema berichtet der WDR am Mittwoch, 20.07.2022 und Donnerstag, 21.07.2022 in der Lokalzeit Südwestfalen im WDR Fernsehen sowie in WDR Aktuell.