Büren: Unfall mit Gedenkkreuz erneut vor Gericht

Stand: 01.12.2022, 11:52 Uhr

Ein Jahr nach dem tödlichen Unfall eines siebenjährigen Jungen aus Büren gibt es neue Entwicklungen. Das Unglück wird demnächst vor dem Paderborner Amtsgericht verhandelt.

Ein Jahr nach dem tödlichen Unfall eines siebenjährigen Jungen aus Büren gibt es neue Entwicklungen. Das Unglück wird demnächst vor dem Paderborner Amtsgericht verhandelt.

Streckenkontrolleur will Geldstrafe nicht akzeptieren

Der siebenjährige Dylan wurde am 11. November vergangenen Jahres beim Spielen von einem Steinkreuz erschlagen. Die Staatsanwaltschaft Paderborn hatte sich mehrere Monate mit dem Fall befasst - der zuständige Streckenkontrolleur war zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Das habe der Straßenwärter aber nicht akzeptiert. Nun kommt es zur Verhandlung. Der Anwalt der Eltern hat zudem Zivilklage gegen das NRW-Verkehrsministerium eingereicht. Er fordert für die Eltern Schmerzensgeld.

Denkmal sei nicht fachgerecht befestigt gewesen

Bereits im November vergangenen Jahres hatte ein Sachverständigengutachten nahegelegt, dass das Denkmal nicht fachgerecht befestigt gewesen war. Das hatten die Staatsanwaltschaft Paderborn und die Polizei bekannt gegeben. Sowohl der Dübeldurchmesser als auch die Dübellänge hätten nicht den technischen Regelungen zur Befestigung entsprochen.

Kind starb noch an der Unfallstelle

Zwei Kinder, sechs und sieben Jahre alt, spielten am 11. November 2021 auf einem stark abschüssigen Hang im Ortsteil Brenken. Direkt am Ortseingangsschild, zwei Meter von der Straße entfernt, befindet sich dort zu dem Zeitpunkt ein Betonsockel – darauf ein knapp ein Meter hohes Gedenkkreuz aus Sandstein.

Der sechsjährige Spielgefährte lief nach dem Unfall zu seinen Eltern – die kümmerten sich um das verletzte Kind und informierten die Rettungskräfte. Der Siebenjährige starb an der Unfallstelle. Die Obduktion ergab ein Schädel-Hirn-Trauma.

Über dieses Thema berichten wir auch in der Lokalzeit OWL auf WDR2.