Sanierungskonzept: Krisengespräch bei Gerry Weber-Konzern

Sanierungskonzept: Krisengespräch bei Gerry Weber-Konzern

  • Streitpunkt sind die Sparmaßnahmen
  • Weihnachtsgeld von 2018 laut IG Metall nicht gezahlt
  • Lösung muss in zwei Wochen vorliegen

Der in Finanznot geratene Modekonzern Gerry Weber aus Gütersloh und die Industriegewerkschaft Metall treffen sich am Montag (07.01.2019) zur dritten Verhandlungsrunde über ein Sanierungskonzept. Die Geschäftsführung fordert von den Beschäftigten, drei Jahre lang auf Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und Lohnerhöhungen zu verzichten.

Das sei nicht akzeptabel, erklärt die Gewerkschaft. Das Weihnachtsgeld von 2018 habe das Unternehmen bislang noch nicht bezahlt, so ein Sprecher der IG Metall.

Beschäftigte: Sparmaßnamen zu "radikal"

Die Beschäftigten sind nach eigenen Angaben durchaus bereit, Kompromisse zu schließen, um mit zu helfen, das Unternehmen zu retten. Die vorgeschlagenen Sparmaßnahmen der Geschäftsführung seien jedoch zu „radikal“. Eine Lösung in dem Konflikt muss in den nächsten zwei Wochen gefunden werden.

Die Banken, bei denen Gerry Weber Schulden in Millionenhöhe hat, erwarten ein Sanierungskonzept. Der Modekonzern beschäftigt weltweit knapp 7000 Mitarbeiter, rund 800 davon im westfälischen Halle.

Stand: 07.01.2019, 06:54