Wasserburg

Mehr Barrierefreiheit für münsterländische Burgen

Stand: 21.07.2022, 15:10 Uhr

Schlösser, Burgen und andere historische Gebäude im Münsterland wollen Reiseziele für alle sein. Acht von ihnen haben sich darum zertifizieren lassen. Das bundesweit einheitliche Siegel "Reisen für alle" belegt seit Donnerstag, dass man sich um das Thema kümmert.

Was für Menschen mit Behinderung notwendig ist, erleichtert allen anderen auch oft das Leben. Rampen statt Treppen sind beispielsweise für Familien mit Kinderwagen oder Ältere mit Rollatoren sehr komfortabel.

"Bei der Zertifizierung geht es aber nicht nur darum, wie gut oder schlecht ein Haus in Sachen Barrierefreiheit aufgestellt ist," erklärt Michael Kösters, Bereichsleiter Tourismus bei Münsterland e.V., es soll vor allem offensiv darüber informiert werden, um die Reiseplanung zu erleichtern.

Acht Gebäude barrierefreier

Kloster Bentlage

Auch das Kloster Bentlage wurde zertifiziert

Zertifiziert wurden Burg Vischering in Lüdinghausen, Haus Siekmann in Sendenhorst, Kloster Bentlage in Rheine, die Kolvenburg in Billerbeck, Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde, DA-Kunsthaus Kloster Gravenhorst in Hörstel, Stift Asbeck in Legden und Schloss Raesfeld. Die Häuser wurden einem Check mit klaren Qualitätskriterien unterzogen. Experten schlugen dann Verbesserungen vor.

Kleine Verbesserungen sofort, weitere später

Eine Frau misst eine Tür mit einen Zollstock aus.

Überprüft wurde beispielsweise die Zugänglichkeit

Was leicht zu ändern und nicht zu teuer war, wurde sofort umgesetzt: Sicherheitsmarkierungen an großen Glasflächen oder -türen, Handläufe an Treppen, mobile Rampen oder eine verbesserte Beschilderung. Außerdem gibt es Infos zur Barrierefreiheit der einzelnen Gebäude im Internet. Das erleichtert allen Menschen mit besonderen Bedürfnissen die Reiseplanung.

Türen auf, Zugbrücken runter!

Ein aufgeklappter, schwarzer Hocker und weitere aufgereihte Hocker an einer Sammelvorrichtung in einem modernen Betonbau.

Was manche brauchen, ist meist komfortabel für alle, zum Beispiel Stühle

Mindestens ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin pro Haus hat sich zum Thema weiter gebildet - auch, weil verbesserte Barrierefreiheit meist mehr Komfort für alle bringt. Das Zertifikat ist daher nur der Anfang. Das Münsterland mit seinen historischen Bauten will touristisch noch mehr bieten, frei nach dem Projekt-Motto: Türen auf, Zugbrücken runter!

Über dieses Thema haben wir am 21.07.2022 um 13.30 Uhr in der Lokalzeit Münsterland auf WDR 2 berichtet.